„Alexanderplatz: Identität & Erinnerung, Geschichte & Zukunft“ – Teach-In

INFO
MI. 11. JAN. 2017, 18:00Uhr
SA. 21. JAN. 2017, tba.

Leitung: Mary Dellenbaugh
Sprache: deutsch (11.JAN), english (21.JAN)
Anmeldung unter: akademie@hausderstatistik.org (Betreff: „Alexanderplatz“)
Anzahl der Teilnehmer_innen: max 30
Dauer: 60 min.

Ort: ZUsammenKUNFT, Stresemannstraße 95-97, 10963 Berlin (bitte unbedingt anmelden)
Eintritt zur Veranstaltung frei. Die Akademie der ZUsammenKUNFT wird gefördert aus Mitteln der Senatskanzlei für Kulturelle Angelegenheiten Berlin

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BESCHREIBUNG
In diesen Vortrag wird der Rolle von Berlin-Alexanderplatz als Kulisse für Diskurse der Identität, der Erinnerung und der Geschichte seit Ende des 2. Weltkrieges untersucht. In diesem Kontext wird auch die Rolle der geplanten Umnutzung des Hauses der Statistik angerissen.

Seit mehr als 65 Jahre ist der zentrale Bezirk Berlins Schauplatz symbolischer und materieller Auseinandersetzungen. Die Kontrolle symbolischer Räume und die Durchführung von architektonischen und städtebaulichen Projekten in Berlin-Mitte spielte während des kalten Krieges für die Politik auf beiden Seiten der Grenze eine zentrale Rolle. Dies war nirgends so entscheidend wie am Alexanderplatz. Nach der Wiedervereinigung waren die Diskurse des gebauten Raumes aufgeladen mit Konzepten von „Identität“, „Erinnerung“ und „Geschichte“. Wessen Deutschland sollte in der neuen Hauptstadt repräsentiert werden, insbesondere im historischen Zentrum in direkter Nähe zum neuen Regierungsviertel?

Dieser Vortrag untersucht die architektonischen Entwicklungen seit Ende des 2. Weltkrieges in und um den Alexanderplatz, sowie die Verknüpfungen dieser Entwicklungen mit Macht, Politik und Identitäts. Ein Abschluss wird durch die Einordnung des geplanten Haus der Statistik als Teil des Alexanderplatzes und Berlins zukünftiger Identitätsgestaltung, sowie einer Abschätzung der Auswirkungen dessen auf die Nachbarschaft und die Stadt als Ganzes geschaffen.

english version

This talk examines discourses of identity, memory and history as played out in and on the built space of Berlin’s Alexanderplatz since the end of WWII, and explores the role of the planned Haus der Statistik project in this context.

Berlin’s central district has been the site of symbolic and material struggles for the last 65+ years. The control of specific symbolic spaces and the implementation of architectural and urban development projects on them was critical to Cold War politics on both sides of the border, but nowhere was it as drastic as the space in and around Alexanderplatz. After reunification, discourses about built space, in particular in Berlin-Mitte, were charged with the concepts of „identity,“ „memory,“ and „history.“ Whose Germany should be represented in the new capital, in the historical center and in close proximity to the new government quarter?

This talk examines the architectural developments in and around Alexanderplatz since the end of WWII, and how these developments were and are linked to power, politics, and concepts of identity. The speaker will conclude by posing the planned Haus der Statistik project as part of Alexanderplatz’s and Berlin’s future identity-creation, and what that might mean for the neighborhood and the city.