Entscheidung für Dach-Schriftzug

Es bleibt beim alten: Die Leuchtschrift wird „Allesandersplatz“ und möglicherweise später „Haus der Statistik“ zeigen.

Über den Sommer hatte die Koop5 zu einem Ideenwettbewerb für den Schriftzug auf Haus A aufgerufen. Anfang September entschied das Quartiers-Gremium über die 188 Einsendungen. 46 davon entfielen allein auf „Allesandersplatz“, den Schriftzug, der seit 2019 medial wirksam das Haus ziert. Das Gremium betonte, dass die Dachschrift als Prozess gesehen werden sollte: Um in Zukunft flexibel reagieren zu können, sollen mit dem vorhanden Budget 22 Buchstaben produziert werden, mit denen sowohl „Allesandersplatz“ als auch „Haus der Statistik“ angezeigt werden kann. Zur jetzigen Transformation passt der Schriftzug Allesandersplatz – bei Fertigstellung des Quartiers könnten die Nutzer:innen nochmal darüber abstimmen, ob die Dachschrift dann in „Haus der Statistik“ geändert werden soll.

Aktuelles: Zusammenfassung

Die Broschüre zu den Pioniernutzungen ist als dritter Teil der Heftserie zum Modellprojekt veröffentlicht und liegt jetzt auch als Onlineversion vor. Holt euch euer Exemplar auf deutsch oder englisch vor Ort ab. Hier gibt es alle Broschüren als PDF.


Kontakt:
werkstatt@hausderstatistik.org
pioniernutzung@hausderstatistik.org

Über unseren Newsletter sowie im Veranstaltungskalender findet ihr Hinweise zum aktuellen Programm. Für Veranstaltungen im Rahmen der Pioniernutzungen bitte direkt an die jeweiligen Veranstalter:innen wenden.



 

#standwithukraine – Willkommenskultur

Vorbereitungen für den Welcomespace, Foto: Dariya Kryshen

Im Haus der Statistik entsteht ein Raum für Begegnung, Veranstaltungen, Solidarität und Information für Menschen aus der Ukraine.

In Kooperation mit Pionier:innen vor Ort wie Razam, Berliner Stadtmission, LebensMittelPunkt Berlin, Essbar, ZK/U und vielen Initiativen, Künstler:innen, Pionier:innen und Aktivist:innen.

Programm und Infos

Raumanfrage für Veranstaltungen/ Meetups per E-Mail.

Erinnerungsprojekt: Fügung des Schicksals

Bild: Montage Rachel Stein Wexler, Original: A Year of Help and Reconstruction, Berlin 09.1934; Jewish Museum Berlin

Erinnerungsprojekt von Rachel Stein Wexler
Installation mit Klangcollage
Ort: Parkplatz Berolinastraße

Das Erinnerungsprojekt für das ehemalige jüdische Altenheim Gerlachstraße auf dem heutigen Gelände des Haus der Statistik ist seit 27. Januar 2022, dem Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus zu erleben.

In Zusammenarbeit mit Kathrin Gerlof, Wohnungsgenossenschaft Mollstraße e.G.; Zentrum für Kunst und Urbanistik ZK/U; Nachbarschaftsrat KMA II e.V. und Haus der Statistik. Das Projekt wird gefördert durch die Alexander von Humboldt-Stiftung.

Anstehende Veranstaltungen

Dokumentation ÜBER Urbane Praxis

„Über Urbane Praxis in 12+1 Berliner Projekten“ zeigt grundlegende Prinzipien und Qualitäten Urbaner Praxis in Berlin. Im Verbund der Berliner Stadtlabore und Campus-Projekte nimmt das Haus der Statistik (HdS) eine zentrale Stelle ein, denn dieses Modellprojekt wäre ohne die künstlerisch-kulturelle Methodik der Urbanen Praxis an einem so zentralen und historisch gewachsenen Ort der Stadt Berlin nicht denkbar.

Die Dokumentation gibt es hier als PDF. Oder als Printversion in der Werkstatt oder der Lobby am Alex.

Pressemitteilung: Fünf Jahre „Initiative Haus der Statistik“ – eine Utopie wird Realität

Berlin, 19. September 2020 – Vor fünf Jahren protestierte die Initiative Haus der Statistik, eine Gruppe engagierter Künstler*innen, Architekt*innen, Kulturschaffender und Politiker*innen, erfolgreich gegen den geplanten Abriss des Plattenbaukomplexes. 2017 erwarb das Land Berlin das Areal vom Bund und ein Jahr später gründete sich die Koop5, eine Projektgemeinschaft bestehend aus der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, dem Bezirksamt Berlin-Mitte, der WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH, der BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH sowie der ZUsammenKUNFT Berlin eG – Genossenschaft für Stadtentwicklung. Gemeinsam entwickeln sie seitdem das ehemalige Haus der Statistik zu einem neuen Quartier im Herzen Berlins. Durch die Sanierung des Bestands mit ca. 46.000 m² und dessen Ergänzung mit ca. 65.000 m² Neubau entstehen Räume für Kunst, Kultur, Soziales und Bildung, ca. 300 bezahlbare Wohnungen sowie ein neues Rathaus für Mitte und Verwaltungsnutzungen, wie zum Beispiel einem Finanzamt. Schon heute beleben Pioniernutzer*innen aus den Bereichen Kunst, Kultur, Nachbarschaft, Bildung & Soziales 6.600 m2 temporär hergerichtete Flächen im Erdgeschoss des Bestands.

Derzeit arbeitet der Bezirk Mitte an einem neuen Bebauungsplan für das 3,2 Hektar große Areal. Die Grundlage hierfür bildet der städtebauliche Entwurf der Planungsgemeinschaft Teleinternetcafé/Treibhaus Landschaftsarchitekten, der unter Mitentscheidung der Berliner Stadtgesellschaft Anfang 2019 ausgewählt worden war. Parallel zum und im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens laufen die Vorarbeiten für die künftige Bebauung. Ein Energieund Mobilitätskonzept liegt vor, ein Verkehrsgutachten ist in Arbeit. Für den Wohnungsbau laufen erste Planungsüberlegungen und im kommenden Jahr soll die Planung zur Baufeldfreimachung beginnen.

Stadtentwicklungssenator Sebastian Scheel erklärt dazu: „Gemeinwohlorientierung, Nachbarschaft und Nutzungsvielfalt ist keine alleinige Aufgabe von Politik und Verwaltung. Sie kann nur gelingen, wenn vielseitige Akteure als professionelle Partner einbezogen werden, wenn wir die Menschen aktivieren, sich einzubringen. Das Haus der Statistik ist ein gelungenes Beispiel für eine neue Form des Stadt Machens. Im Dialog, in Kooperation, in Aushandlungsprozessen und auf Augenhöhe entwickelt sich mitten im Zentrum von Berlin eine große Vision.“

Der stellvertretende Bezirksbürgermeister und Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung, Soziales und Gesundheit Ephraim Gothe: „Viel Arbeit liegt hinter uns – viel Arbeit liegt vor uns! In einem vielschichtigen Mitentscheidungsprozess haben Koop 5 und Stadtgesellschaft ein städtebauliches Projekt entwickelt, das einen Kontrapunkt am Alexanderplatz darstellt: 100 Prozent gemeinwohlorientiert – Räume für Kunst, Kultur, Soziales und Bildung, städtische Wohnungen, öffentliche Verwaltung und ein neues Rathaus für den Bezirk! Wir werden auf der Basis dieses ausgezeichneten städtebaulichen Konzepts nun an die Baurechtschaffung gehen, indem wir die Pläne Teleinternetcafe/Treibhaus Landschaftsarchitekten in einen Bebauungsplan übersetzen.“

Die WBM hat den Wohnungsbau am Haus der Statistik übernommen. Geschäftsführerin Christina Geib: „Im Modellprojekt Haus der Statistik lernen alle Partner voneinander. Was macht die Stadt aus? Wie wird sie lebendig? Welche Erfolgsfaktoren für einen urbanen Stadtraum, in dem sich Menschen gerne Aufhalten, haben wir seit dem Masterplan für den Alexanderplatz nach der Wende identifiziert? Deshalb treiben wir nicht nur den Bau der geplanten 300 Wohnungen direkt am Alexanderplatz voran. Wir verfolgen auch mit großem Interesse die aktuellen Zwischen- und Pioniernutzungen, von denen wir uns wichtige Erkenntnisse für die spätere, dauerhafte Nutzung der Erdgeschosse erwarten.“

Als landeseigener Immobiliendienstleiser zeichnet die BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH sowohl für die Sanierung der Bestandsgebäude als auch für die spätere Verwaltungsnutzung verantwortlich. Geschäftsführer Sven Lemiss blickt voraus: „Hier im Haus der Statistik schaffen wir etwas völlig Neues und Großartiges für die Stadt. Bis es soweit ist, dass hier Menschen dauerhaft leben und arbeiten können, muss aber noch viel passieren. Die BIM hat die Gebäude beräumt und ist derzeit dabei, einen Generalübernehmer für die künftige Baustelle zu beauftragen. Von dem Modellquartier, das dann entsteht, profitieren wir alle – wir freuen uns auf Synergieeffekte durch die unterschiedlichen Nutzungen.“

Die ZKB realisiert Flächen für Kunst, Kultur, Soziales und Bildung und betreut bereits heute die Pioniernutzungen vor Ort. Vorständin Andrea Hofmann: „Das Haus der Statistik ist ein Ort, an dem kontinuierlich verhandelt wird, wie wir in Zukunft gemeinsam leben wollen. Statt Konkurrenz steht Koproduktion im Vordergrund. Mittlerweile wurden 6.600 m² Pioniernutzungsfläche durch Nutzungen aus den Bereichen Kunst, Kultur, Soziales, Bildung, Klima und Ernährung erschlossen. Die Pioniernutzungen fügen sich in die Gesamtvision des Quartiers ein: gemischte Nutzungen mit hohen Nutzungssynergien, eine kooperative Entwicklung und ein gemeinwohlorientiertes Leitbild. Besonders erlebbar ist dies heute auf dem Ko-Markt – dem Tag der offenen Tür der Pioniernutzungen.“

Haus der Statistik – Haus mit Zukunft

Das Haus der Statistik entstand bis 1970 bei der Neugestaltung des Ost-Berliner Stadtzentrums. Nach der Wiedervereinigung diente der Gebäudekomplex als Außenstelle des Statistischen Bundesamtes und als Berliner Dienstsitz der Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen. Seit 2008 standen die Gebäude leer, verfielen und sollten abgerissen werden. Die zivilgesellschaftliche „Initiative Haus der Statistik“ kam mit der Berliner Politik überein, die bestehende Bebauung zu ertüchtigen und teilweise umzunutzen sowie das Gelände mit Neubauten für Wohnen und Verwaltung zu ergänzen. Das Land Berlin hat dafür das Gelände im Oktober 2017 vom Bund erworben, um hier ein lebendiges Quartier im Zentrum der Hauptstadt zu entwickeln. An diesem Prozess sind federführend fünf Kooperationspartner – die „Koop5“ – beteiligt: das Bezirksamt Mitte von Berlin, die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, die BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM), die WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH und die ZUsammenKUNFT Berlin eG Genossenschaft für Stadtentwicklung. Diese Gemeinschaft hat am 29. Januar 2018 einen Kooperationsvertrag zur Zukunft des Geländes abgeschlossen. Gemeinsam mit der Berliner Stadtgesellschaft entsteht jetzt im Herzen der Hauptstadt durch die Sanierung des Bestands und ca. 65.000 m² Neubau entsteht Raum für Kunst, Kultur, Soziales und Bildung, bezahlbares Wohnen sowie ein neues Rathaus für Mitte und Verwaltungsnutzungen.

Pressekontakt

Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH (WBM)
Christoph Lang – Pressesprecher
Dircksenstraße 38 • 10178 Berlin
Tel.: +49 (0)30 2471 4294
christoph.lang@wbm.de • www.wbm.de

Teleinternetcafe und das Haus der Statistik in der aktuellen DBZ

Die aktuelle Ausgabe der Deutschen Bauzeitschrift „Bauen im Bestand“ unter der Heftpatenschaft von Teleinternetcafe

Das Büro Teleinternetcafe hat die Heftpatenschaft für die aktuelle Ausgabe der DBZ „Bauen im Bestand“ übernommen. Aus Perspektive des Haus der Statistik haben wir über die Zusammenarbeit mit den Planer:innen berichtet und reflektiert, welche Rolle Koproduktion für den Umgang mit Bestandsbauten spielt. Den Artikel „Stadt gemeinsam weiterbauen“ gibt es hier zu lesen.

Nominierung polis award

Wir freuen uns sehr, unter den fünf Nominierten für den diesjährigen Polis Award in der Kategorie „Soziale Quartiersentwicklung“ zu sein.

Der polis Award sucht nach Lösungen für all die Themen, die uns bei der Entwicklung unserer Städte bewegen. Er geht davon aus, dass Projektrealisierungen, die aus partnerschaftlichen Haltungen hervorgehen, den komplexen Anforderungen an die Stadt der Zukunft gerechter werden. Er ehrt Mut und Kreativität sich neuen Lösungswegen zu öffnen. 

Die Preisverleihung findet am 13. August digital statt – wir sind gespannt, ob wir die Jury mit unserem kooperativen Ansatz Stadt zu machen überzeugen können.

Aktueller Stand Mitwirkung

Stille Arbeitsphase der Koop5 –
Die Mitwirkung geht im September weiter!

Die Werkstatt ist unter Einhaltung von Hygienemaßnahmen und Abstandsregeln wieder geöffnet.

Aktuell befindet sich die Koop5 in einer stillen Arbeitsphase, um offene Fragestellungen zu Abstandsflächen, Stellflächen für Mülltonnen, Feueraufstellflächen, Grundstückszuschnitten oder auch den nachzuweisenden Parkplätzen für mobilitätseingeschränkte Menschen zu diskutieren. In dieser Phase ist ein Mitwirken durch die Stadtgesellschaft nicht zielführend, da es in den nachzuweisenden Anforderungen wenig Spielraum für Anregungen aus der Zivilgesellschaft gibt. 

Sobald diese Grundlagen geklärt sind, öffnet sich der Mitwirkungsprozess wieder. Im September planen wir anlässlich des 5-jährigen Jubiläums der Initiative Haus der Statistik einen Vernetzungsratschlag. Hier werden wir den aktuellen Stand des Städtebaus und des Gestaltungshandbuchs vorstellen und gemeinsam mit euch über die Überführung der Pioniernutzungen in der Bauphase diskutieren. Mehr Informationen hierzu bald. 

Ganz generell bitten wir euch:

  • Nach dem Eintritt in die Werkstatt oder andere Räume im Haus der Statistik, wascht euch bitte direkt die Hände mit Seife, wenn nötig auch öfter. Zusätzlich steht Desinfektionsmittel im Eingangsbereich bereit.
  • Bei Erkältungssymptomen (auch Halskratzen / Halsschmerzen) bleibt bitte unbedingt zu Hause [und werdet gesund]. Detaillierte weitere Informationen zum Coronavirus, die regelmäßig aktualisiert werden, findet ihr auf der Website der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung sowie auf den Seiten des Robert-Koch-Instituts.