Pressemitteilung: Berlin erhält 3,27 Millionen Euro vom Bund fürs Modellprojekt Haus der Statistik

Im Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“ konnte sich das Projekt „Kuratierte Erdgeschossflächen im Haus der Statistik“ durchsetzen.

Große Freude bei den Partnern der Koop5 – der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, dem Bezirksamt Berlin-Mitte, der WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH, der BIM sowie der ZUsammenKUNFT Berlin eG: Im Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“ konnte sich das Projekt „Kuratierte Erdgeschossflächen im Haus der Statistik“ durchsetzen. Berlin erhält hierfür vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat eine Bundesförderung in Höhe von 3,27 Mio. €, die mit 1,63 Mio. € vom Land ergänzt wird. Es ist bereits das zehnte Mal, dass ein von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen vorgeschlagenes Projekt im Rahmen des Bundesprogramms ausgezeichnet wird.

Regula Lüscher, Senatsbaudirektorin und Staatssekretärin bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen: „Ich freue mich sehr, dass der Bund mit dem Haus der Statistik ein Projekt des Landes Berlin ausgewählt hat, das mittels neuer Kooperationsformel und einer breiten Mitwirkung der Zivilgesellschaft Flächen für einen Nutzungsmix aus Kultur, Bildung, Sozialem, öffentlicher Verwaltung und bezahlbarem Wohnraum schafft. Gemeinsam mit unseren Partner:innen setzen wir an diesem Standort wichtige Impulse für eine solidarische, nachhaltige und innovative Stadtentwicklung.“

Das ehemalige Haus der Statistik in Berlin wird zum Ausgangspunkt für die Entwicklung eines resilienten urbanen Stadtbausteins mit einer besonderen programmatischen Vielfalt. Im Bestand und durch ca. 65.000 m² Neubau entsteht Raum für Kunst, Kultur, Soziales und Bildung, bezahlbares Wohnen sowie ein neues Rathaus für den Bezirk Mitte und kommunale Verwaltungsnutzungen. Den Erdgeschossen ist dabei eine besondere Rolle vorbehalten: Sie sichern vielfältige, bezahlbare, flexible Raumangebote als offene Schnittstellen zwischen Innen und Außen. Um das geplante Miteinander des zukünftigen Quartiers prozessual zu erproben, wurden in der Planungsphase sogenannte Pioniernutzungen eingeführt. Gegenstand des geförderten Nationalen Projektes ist die dauerhafte Überführung dieser gemeinwohlorientierten Nutzungen durch Herrichtung ausgewählter Bestandsflächen im Erdgeschoss, sowie den Anbau zusätzlicher Erdgeschoss-Flächen an den Bestand.

Damit wird der Zielsetzung – ein vielfältiges und langfristig bezahlbares Nutzungsangebot für Stadt, Kiez und Nachbarschaft – zu jeder Phase der schrittweisen Quartiersentwicklung Sorge getragen.

Über das Bundesprogramm Nationale Projekte des Städtebaus fördert der Bund seit 2014 jährlich investive und konzeptionelle Vorhaben mit besonderer nationaler bzw. internationaler Wahrnehmbarkeit, mit hoher baukultureller Qualität, überdurchschnittlichem Investitionsvolumen sowie Projekte mit hohem Innovationspotenzial. Bisher sind damit 193 Projekte des Städtebaus mit Bundesmitteln in Höhe von 596 Mio. Euro in das Programm aufgenommen worden. Ab 2021 werden 24 Projekte für zukunftsweisende Stadtentwicklung mit insgesamt rund 75 Millionen Euro vom Bund gefördert. Auf die Förderung hatten sich 98 Städte und Gemeinden aus ganz Deutschland beworben.

Pressemitteilung: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen und Bezirk Berlin-Mitte starten innovatives Partizipationsverfahren fürs Rathaus der Zukunft

Auf dem Areal des Modellprojektes Haus der Statistik soll bis 2031 ein neues „Rathaus der Zukunft“ für den Bezirk Berlin-Mitte entstehen. Im Auftrag der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen und des Bezirksamtes Berlin-Mitte startet dafür am 18. Januar 2021 ein digitales Beteiligungsverfahren: Die Bürger*innen sollen sich mit ihren Ideen beteiligen – zu Fragen der Architektur, der Interaktion mit einer modernen Verwaltung, der Zugänglichkeit eines „Rathauses der Zukunft“ als öffentlichen Ort sowie zu den Werten, die das neue Gebäude symbolisieren soll.

Im Auftrag der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen und des Bezirksamtes Berlin-Mitte startet in Kürze ein einzigartiges digitales Beteiligungsverfahren für das neue Rathaus Berlin-Mitte. Vom 18.01. bis zum 12.03.2021 können sich die Bürger:innen über die Website www.stimmenaufknopfdruck.de direkt in die Unterhaltung über das neue „Rathaus der Zukunft“ für Berlin-Mitte einschalten – einfach per Sprachnachricht. Der Kanal ist dabei mittels Textfunktion auch für Hörgeschädigte barrierefrei gestaltet.

Regula Lüscher, Senatsbaudirektorin und Staatssekretärin in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen Berlin: „Besonders in Zeiten der Pandemie wollen wir den Gesprächsfaden mit der Stadtgesellschaft über die Entwicklung des Modellprojektes Haus der Statistik nicht abreißen lassen und setzen daher konsequent auf die Vorteile von digitaler Partizipation: Das Projekt „Stimmen auf Knopfdruck“ verfolgt einen niedrigschwelligen Ansatz für Beteiligung, indem Bürger:innen ihre Ideen für das neue Rathaus Berlin-Mitte unkompliziert per Sprachnachrichten einsenden können. Das Projekt will vielfältige Impulse aus der Stadtgesellschaft aufnehmen und so einen öffentlichen Ort für alle schaffen“.

In einem ersten städtebaulichen Entwurf durch die Architekturbüros Teleinternetcafé und Treibhaus für das Areal in unmittelbarer Nähe zum Alexanderplatz ist der Rathausneubau zugänglich über die Otto-Braun-Straße vorgesehen. Für die weitere Ausgestaltung soll sich 2021 ein Architekturwettbewerb anschließen. Dieser Prozess wird durch das nun stattfindende Beteiligungsverfahren vorbereitet.

Stephan von Dassel, Bezirksbürgermeister von Berlin-Mitte: „Wir hoffen auf eine breite Beteiligung unserer Bürger:innen, was sie sich von einem Rathaus der Zukunft wünschen. Angesprochen ist die gesamte Stadtgesellschaft, insbesondere die unmittelbare Nachbarschaft, die zukünftigen Nutzer:innen des Rathauses, Fachexpert:innen, und Gründer:innen sowie Aktive innerhalb der Initiative Modellprojekt Haus der Statistik. Wir wollen von ihnen wissen: Wie sollte das Gebäude gestaltet sein? Wie sollte die Interaktion mit einer modernen Verwaltung Platz finden? Welche Möglichkeiten für weitere Aktivitäten sollte das Rathaus Berlin-Mitte den Bürger:innen bieten? Und welche Werte sollte das neue Rathaus verkörpern? Wir wünschen uns ein Rathaus mit Zukunftscharakter.“

Eröffnet wird das Beteiligungsverfahren am 18.01.2021 mit einer öffentlichen digitalen Kick-off-Veranstaltung. Die Anmeldung zum Event sowie weitere Informationen finden Sie unter: www.governance-platform.org/stadtentwicklung/stimmenaufknopfdruck.

Teilnehmer:innen der Diskussion sind Manfred Kühne, Leiter der Abteilung Städtebau und Projekte in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, Ephraim Gothe, Bezirksstadtrat Abteilung Stadtentwicklung, Soziales und Gesundheit sowie stellvertretender Bezirksbürgermeister im Bezirk Berlin-Mitte, Prof. Dr. Tatjana Schneider, Leiterin des Instituts für Geschichte und Theorie der Architektur und Stadt an der Technischen Universität Braunschweig, und Franziska Schreiber, Mitarbeiterin am Städtebau-Institut der Universität Stuttgart. Die Moderation übernimmt Daphne Büllesbach, Geschäftsführerin der HUMBOLDT-VIADRINA Governance Platform.

Alle eingesendeten Sprachnachrichten werden anschließend mit sozialwissenschaftlicher Methodik ausgewertet und visuell aufbereitet sowie in einer Reihe kurzer Podcasts vertont. Die Ergebnisse des Beteiligungsverfahrens werden im März 2021 in einem Bericht zusammengefasst und sowohl für den weiteren Planungsprozess zur Verfügung gestellt als auch auf der Website www.stimmenaufknopfdruck.de veröffentlicht.

„Stimmen auf Knopfdruck“ ist ein Gemeinschaftsprojekt der HUMBOLDT-VIADRINA Governance Platform gGmbH, der ZUsammenKUNFT Berlin eG und der Medienagentur FREIHEIT Gruppe GmbH im Auftrag der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen sowie des Bezirksamtes Berlin-Mitte.

Download der Pressemitteilung, 14.01.2021 ( PDF 77 KB)

Kontakt

Presseabteilung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen
Katrin Dietl, Pressesprecherin
Fehrbelliner Platz 4, 10707 Berlin
Fernruf: (030) 90139 4040
Fax: (030) 90139 4041
E-Mail: pressestelle@sensw.berlin.de

Pressemitteilung: Fünf Jahre „Initiative Haus der Statistik“ – eine Utopie wird Realität

Berlin, 19. September 2020 – Vor fünf Jahren protestierte die Initiative Haus der Statistik, eine Gruppe engagierter Künstler*innen, Architekt*innen, Kulturschaffender und Politiker*innen, erfolgreich gegen den geplanten Abriss des Plattenbaukomplexes. 2017 erwarb das Land Berlin das Areal vom Bund und ein Jahr später gründete sich die Koop5, eine Projektgemeinschaft bestehend aus der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, dem Bezirksamt Berlin-Mitte, der WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH, der BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH sowie der ZUsammenKUNFT Berlin eG – Genossenschaft für Stadtentwicklung. Gemeinsam entwickeln sie seitdem das ehemalige Haus der Statistik zu einem neuen Quartier im Herzen Berlins. Durch die Sanierung des Bestands mit ca. 46.000 m² und dessen Ergänzung mit ca. 65.000 m² Neubau entstehen Räume für Kunst, Kultur, Soziales und Bildung, ca. 300 bezahlbare Wohnungen sowie ein neues Rathaus für Mitte und Verwaltungsnutzungen, wie zum Beispiel einem Finanzamt. Schon heute beleben Pioniernutzer*innen aus den Bereichen Kunst, Kultur, Nachbarschaft, Bildung & Soziales 6.600 m2 temporär hergerichtete Flächen im Erdgeschoss des Bestands.

Derzeit arbeitet der Bezirk Mitte an einem neuen Bebauungsplan für das 3,2 Hektar große Areal. Die Grundlage hierfür bildet der städtebauliche Entwurf der Planungsgemeinschaft Teleinternetcafé/Treibhaus Landschaftsarchitekten, der unter Mitentscheidung der Berliner Stadtgesellschaft Anfang 2019 ausgewählt worden war. Parallel zum und im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens laufen die Vorarbeiten für die künftige Bebauung. Ein Energieund Mobilitätskonzept liegt vor, ein Verkehrsgutachten ist in Arbeit. Für den Wohnungsbau laufen erste Planungsüberlegungen und im kommenden Jahr soll die Planung zur Baufeldfreimachung beginnen.

Stadtentwicklungssenator Sebastian Scheel erklärt dazu: „Gemeinwohlorientierung, Nachbarschaft und Nutzungsvielfalt ist keine alleinige Aufgabe von Politik und Verwaltung. Sie kann nur gelingen, wenn vielseitige Akteure als professionelle Partner einbezogen werden, wenn wir die Menschen aktivieren, sich einzubringen. Das Haus der Statistik ist ein gelungenes Beispiel für eine neue Form des Stadt Machens. Im Dialog, in Kooperation, in Aushandlungsprozessen und auf Augenhöhe entwickelt sich mitten im Zentrum von Berlin eine große Vision.“

Der stellvertretende Bezirksbürgermeister und Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung, Soziales und Gesundheit Ephraim Gothe: „Viel Arbeit liegt hinter uns – viel Arbeit liegt vor uns! In einem vielschichtigen Mitentscheidungsprozess haben Koop 5 und Stadtgesellschaft ein städtebauliches Projekt entwickelt, das einen Kontrapunkt am Alexanderplatz darstellt: 100 Prozent gemeinwohlorientiert – Räume für Kunst, Kultur, Soziales und Bildung, städtische Wohnungen, öffentliche Verwaltung und ein neues Rathaus für den Bezirk! Wir werden auf der Basis dieses ausgezeichneten städtebaulichen Konzepts nun an die Baurechtschaffung gehen, indem wir die Pläne Teleinternetcafe/Treibhaus Landschaftsarchitekten in einen Bebauungsplan übersetzen.“

Die WBM hat den Wohnungsbau am Haus der Statistik übernommen. Geschäftsführerin Christina Geib: „Im Modellprojekt Haus der Statistik lernen alle Partner voneinander. Was macht die Stadt aus? Wie wird sie lebendig? Welche Erfolgsfaktoren für einen urbanen Stadtraum, in dem sich Menschen gerne Aufhalten, haben wir seit dem Masterplan für den Alexanderplatz nach der Wende identifiziert? Deshalb treiben wir nicht nur den Bau der geplanten 300 Wohnungen direkt am Alexanderplatz voran. Wir verfolgen auch mit großem Interesse die aktuellen Zwischen- und Pioniernutzungen, von denen wir uns wichtige Erkenntnisse für die spätere, dauerhafte Nutzung der Erdgeschosse erwarten.“

Als landeseigener Immobiliendienstleiser zeichnet die BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH sowohl für die Sanierung der Bestandsgebäude als auch für die spätere Verwaltungsnutzung verantwortlich. Geschäftsführer Sven Lemiss blickt voraus: „Hier im Haus der Statistik schaffen wir etwas völlig Neues und Großartiges für die Stadt. Bis es soweit ist, dass hier Menschen dauerhaft leben und arbeiten können, muss aber noch viel passieren. Die BIM hat die Gebäude beräumt und ist derzeit dabei, einen Generalübernehmer für die künftige Baustelle zu beauftragen. Von dem Modellquartier, das dann entsteht, profitieren wir alle – wir freuen uns auf Synergieeffekte durch die unterschiedlichen Nutzungen.“

Die ZKB realisiert Flächen für Kunst, Kultur, Soziales und Bildung und betreut bereits heute die Pioniernutzungen vor Ort. Vorständin Andrea Hofmann: „Das Haus der Statistik ist ein Ort, an dem kontinuierlich verhandelt wird, wie wir in Zukunft gemeinsam leben wollen. Statt Konkurrenz steht Koproduktion im Vordergrund. Mittlerweile wurden 6.600 m² Pioniernutzungsfläche durch Nutzungen aus den Bereichen Kunst, Kultur, Soziales, Bildung, Klima und Ernährung erschlossen. Die Pioniernutzungen fügen sich in die Gesamtvision des Quartiers ein: gemischte Nutzungen mit hohen Nutzungssynergien, eine kooperative Entwicklung und ein gemeinwohlorientiertes Leitbild. Besonders erlebbar ist dies heute auf dem Ko-Markt – dem Tag der offenen Tür der Pioniernutzungen.“

Haus der Statistik – Haus mit Zukunft

Das Haus der Statistik entstand bis 1970 bei der Neugestaltung des Ost-Berliner Stadtzentrums. Nach der Wiedervereinigung diente der Gebäudekomplex als Außenstelle des Statistischen Bundesamtes und als Berliner Dienstsitz der Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen. Seit 2008 standen die Gebäude leer, verfielen und sollten abgerissen werden. Die zivilgesellschaftliche „Initiative Haus der Statistik“ kam mit der Berliner Politik überein, die bestehende Bebauung zu ertüchtigen und teilweise umzunutzen sowie das Gelände mit Neubauten für Wohnen und Verwaltung zu ergänzen. Das Land Berlin hat dafür das Gelände im Oktober 2017 vom Bund erworben, um hier ein lebendiges Quartier im Zentrum der Hauptstadt zu entwickeln. An diesem Prozess sind federführend fünf Kooperationspartner – die „Koop5“ – beteiligt: das Bezirksamt Mitte von Berlin, die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, die BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM), die WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH und die ZUsammenKUNFT Berlin eG Genossenschaft für Stadtentwicklung. Diese Gemeinschaft hat am 29. Januar 2018 einen Kooperationsvertrag zur Zukunft des Geländes abgeschlossen. Gemeinsam mit der Berliner Stadtgesellschaft entsteht jetzt im Herzen der Hauptstadt durch die Sanierung des Bestands und ca. 65.000 m² Neubau entsteht Raum für Kunst, Kultur, Soziales und Bildung, bezahlbares Wohnen sowie ein neues Rathaus für Mitte und Verwaltungsnutzungen.

Pressekontakt

Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH (WBM)
Christoph Lang – Pressesprecher
Dircksenstraße 38 • 10178 Berlin
Tel.: +49 (0)30 2471 4294
christoph.lang@wbm.de • www.wbm.de

Pressemitteilung: Modellprojekt Haus der Statistik geht voran – Kooperationsvereinbarung 3.0 unterzeichnet, Ausstellung eröffnet

Die Entwicklung des Areals am ehemaligen Haus der Statistik geht weiter. Heute unterzeichneten Vertreter von Senat, Bezirk Mitte, WBM, BIM und der Genossenschaft ZUsammenKUNFT Berlin (Koop5) die Fortsetzung der Kooperations­vereinbarung, in der die Zusammenarbeit im Modell­projekt Haus der Statistik einschließlich der Finanzierung für den laufenden Prozess geregelt werden. Außerdem eröffneten sie eine Ausstellung zum Modellprojekt, die gleichzeitig eine der ersten Pionier­­nutzungen im Altbau­bestand darstellt. Die Ausstellung zeichnet ab 8. Juni die Entwicklung des Projekts seit dem Jahr 2015 nach, dokumentiert das Werkstatt­verfahren für den städtebaulichen Entwurf und gibt einen Ausblick auf die Zukunft.

„Pressemitteilung: Modellprojekt Haus der Statistik geht voran – Kooperationsvereinbarung 3.0 unterzeichnet, Ausstellung eröffnet“ weiterlesen

Pressemitteilung: Planung für das Haus der Statistik geht weiter. Zwei städtebauliche Entwürfe werden überarbeitet

Die städtebauliche Planung für die Entwicklung des Areals am ehemaligen Haus der Statistik ist einen wichtigen Schritt weiter gekommen. Zwei Planungsgemeinschaften werden weiter an ihren Entwürfen arbeiten. Das hat die Jury gestern entschieden. Die endgültige Entscheidung wird in wenigen Wochen fallen. Bis Mitte Februar können Berlinerinnen und Berliner zu den Plänen Stellung nehmen.

Berlin, 18. Januar 2019 – Die Planungsgemeinschaften Teleinternetcafe + Treibhaus Landschaftsarchitektur sowie COBE Berlin + Studio Sörensen werden in den kommenden Wochen ihre Entwürfe weiter profilieren. Dies wird gemeinsam mit der Entwicklungsgemeinschaft „Koop5“ aus dem Bezirksamt Mitte, der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, der Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM), der WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH und der ZUsammenKUNFT Berlin eG Genossenschaft für Stadtentwicklung erfolgen. Vier Monate lang hatten drei Planungsteams in einem Werkstattverfahren mit Bürgerbeteiligung städtebauliche Entwürfe erarbeitet. Diese waren bereits am Mittwochabend im Rathaus Mitte der Öffentlichkeit zur Diskussion gestellt worden. Gestern beriet das Obergutachtergremium darüber.

Senatsbaudirektorin Regula Lüscher dankt den Planerinnen und Planern: „Die Teams haben unglaubliches geleistet und ebenso die Initiative mit Ihren zahlreichen Veranstaltungen und Beteiligungsformaten. Die letzten Wochen haben gezeigt, dass die Koop5 funktioniert und dieses Modellprojekt nochmals eine letzte Vergewisserung braucht, damit wir richtig entscheiden im Sinne aller.“

Auf dem mehr als drei Hektar großen Areal des ehemaligen Hauses der Statistik wird in den kommenden Jahren ein neues, zentrales Stadtquartier an Alexanderplatz und Karl-Marx-Allee entstehen. Der bestehende Bau mit rund 46.000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche wird um weitere rund 70.000 Quadratmeter Neubau ergänzt. Im neu entstehenden Quartier werden Kommunalpolitik und Verwaltung sich mit kulturellen und sozialen Initiativen, Anwohnern und Besuchern treffen. Hier wird das Bezirksamt Mitte in ein neues „Rathaus der Zukunft“ einziehen. Mitarbeiter und Besucher weiterer Behörden, wie Bürger- und Finanzamt werden sich mit Kultur, Soziales und Bildung, Angeboten zum Ausgehen und Einkaufen aber auch gemeinschaftlichen Alltagsaktivitäten mischen. Im Teil, der an die Berolinastraße und das Wohngebiet Karl-Marx-Allee angrenzt, werden 300 bezahlbare Wohnungen entstehen.

Ab sofort und noch bis 15. Februar können sich Interessierte zur Planung äußern. Die Pläne können direkt im Bezirksamt Mitte (Fachbereich Stadtplanung, Müllerstraße 146, 13353 Berlin, Zimmer 168, Telefon 9018-45840) eingesehen und kommentiert werden. Öffnungszeiten: Montag bis Mittwoch von 9 bis 15 Uhr, Donnerstag von 9 bis 18 Uhr und Freitag von 9 bis 14 Uhr sowie nach telefonischer Vereinbarung.

Auch in der Werkstatt Haus der Statistik (Karl-Marx-Allee 1, 10178 Berlin) hängen die Pläne aus. Öffnungszeiten: Dienstag und Freitag von 10 bis 18 Uhr sowie Mittwoch von 13 bis 18 Uhr.

Die Unterlagen der Öffentlichkeitsbeteiligung sind auch im Internet einzusehen unter:

berlin.de/bebauungsplaene-mitte/

sowie auf der Beteiligungsplattform mein.berlin.de

Bildmaterial aus dem Werkstattverfahren und von den städtebaulichen Entwürfen steht auf https://hausderstatistik.org/pressebereich zum Download bereit.

Haus der Statistik – Haus mit Zukunft

Das Haus der Statistik entstand bis 1970 bei der Neugestaltung des Ost-Berliner Stadtzentrums um den Alexanderplatz. Nach der Wiedervereinigung wurde der Gebäudekomplex als Außenstelle des Statistischen Bundesamtes und als Berliner Dienstsitz der Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen genutzt. Seit 2008 stand das Ensemble leer. Ursprünglich war der Abriss der Bestandsbebauung vorgesehen. Die zivilgesellschaftliche Initiative Haus der Statistik und die Berliner Politik kamen überein, wesentliche Teile der bestehenden Bebauung zu ertüchtigen und teilweise umzunutzen sowie das Gelände mit Neubauten für Wohnen und Verwaltung zu ergänzen. Das Land Berlin hat das Areal am Haus der Statistik im Oktober 2017 vom Bund erworben, um hier ein lebendiges Quartier im Zentrum der Hauptstadt zu entwickeln. An diesem Prozess sind federführend fünf Kooperationspartner – die „Koop5“ – beteiligt: das Bezirksamt Mitte von Berlin, die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, die Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM), die WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH und die ZUsammenKUNFT Berlin eG Genossenschaft für Stadtentwicklung. Diese Gemeinschaft hat am 29. Januar 2018 einen Kooperationsvertrag zur Zukunft des Geländes abgeschlossen. Gemeinsam mit der Berliner Stadtgesellschaft entsteht jetzt im Herzen der Hauptstadt ein vielfältiger Ort zum Wohnen, Leben und Arbeiten. Diese Gemeinschaft hat am 29. Januar 2018 einen Kooperationsvertrag zur Zukunft des Geländes abgeschlossen. Gemeinsam mit der Berliner Stadtgesellschaft entsteht jetzt im Herzen der Hauptstadt ein vielfältiger Ort zum Wohnen, Leben und Arbeiten.

Weitere Informationen und Termine

www.hausderstatistik.org

Pressekontakt

Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH (WBM)
Christoph Lang – Pressesprecher
Dircksenstraße 38 • 10178 Berlin
Tel.: +49 (0)30 2471 4294
christoph.lang@wbm.dewww.wbm.de

Pressemitteilung: Ein neues Leben für das Haus der Statistik

Städtebauliche Entwürfe vorgestellt – Bebauungsplanverfahren beginnt

Zehn Jahre lang stand das ehemalige Haus der Statistik leer und verfiel. Jetzt wird es wieder zum Leben erweckt. In einem Werkstattverfahren haben in den vergangenen vier Monaten drei Planungsteams erste städtebauliche Entwürfe erarbeitet. Die ersten Planungen werden heute im Rathaus Mitte der Öffentlichkeit zur Diskussion gestellt. Im nächsten Schritt wird in diesem Frühjahr das förmliche Verfahren zur Aufstellung des Bebauungsplans beginnen.

Berlin, 16. Januar 2019 – Vier Monate lang haben Architekten, Stadt- und Landschaftsplaner, Gutachter und interessierte Bürger in der „Werkstatt Haus der Statistik“ gearbeitet. Das Ergebnis sind drei städtebauliche Entwürfe für die Entwicklung dieses zentralen Quartiers direkt am Alexanderplatz. Heute wurden sie der Öffentlichkeit vorgestellt. Auf dem mehr als drei Hektar großen Areal zwischen Otto-Braun-Straße, Karl-Marx-Allee und Mollstraße wird der bestehende Bau mit rund 46.000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche um rund 70.000 Quadratmeter Neubau ergänzt.

Im neu entstehenden Quartier werden Kommunalpolitik und Verwaltung sich mit kulturellen und sozialen Initiativen, Anwohnern und Besuchern treffen. Hier bringt die WBM ihre Expertise als größtes kommunales Immobilienunternehmen für Wohnen und Gewerbe in der Innenstadt ein. Die WBM wird 300 bezahlbare Wohnungen für eine breite Mischung von Mietergruppen errichten und bei der Entwicklung der Gewerbeflächen eng mit den am Haus der Statistik engagierten Initiativen zusammenarbeiten. Die BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH, als Eigentümervertreterin und Bauherrin, übernimmt federführend den Ausbau der Verwaltungsnutzung. Die BIM möchte das Haus der Statistik für die Stadtgesellschaft wieder erlebbar machen und ihm ein modernes Gesicht verleihen.

In den Erdgeschossen und auf den Freiflächen sollen Begegnungszonen entstehen, die das neue Stadtquartier zu einem lebenswerten Ort und Anziehungspunkt für die direkte Nachbarschaft und darüber hinaus machen. Hier werden sich Kultur, Soziales und Bildung mit Möglichkeiten zum Ausgehen und Einkaufen und gemeinschaftlichen Alltagsaktivitäten mischen. Der Bezirk Mitte wird mit einem neuen Rathaus und BVV-Saal einziehen.

Nicht nur die Nutzung hat Modellcharakter, schon der Planungsprozess wird auf neue Weise organisiert. Denn die Stadtgesellschaft sitzt von vornherein mit Eigentümer, Bauherrn und Planern gemeinsam an einem Tisch. Im vergangenen Jahr hat sich eine Kooperation aus BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM), Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, Bezirk Mitte, ZUsammenKUNFT Berlin eG (ZKB eG) und Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH (WBM) formiert, um die Projektentwicklung für das seit Jahren brachliegende Grundstück gemeinsam voranzutreiben. Das städtebauliche Werkstattverfahren koordiniert die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen. Die Entwicklungsgenossenschaft ZUsammenKUNFT Berlin, hervorgegangen aus der Initiative Haus der Statistik, organisiert als breites zivilgesellschaftliches Bündnis die Beteiligung aller Interessierten und vertritt die zukünftigen Nutzungen Kunst, Kultur, Soziales und integriertes Wohnen.

Im Werkstattverfahren mussten sich die Entwürfe der Planungsbüros immer wieder den Impulsen und den Anregungen von interessierten Bürgern und der Prüfung durch ein Gutachtergremium stellen. Nach der öffentlichen Präsentation und Diskussion heute Abend sollen die Entwürfe morgen im Schlusskolloquium abschließend bewertet werden. Erstmals sitzen in dem Gremium auch Vertreter aus der Nachbarschaft und weiteren Stadt. Danach kann das Bebauungsplanverfahren beginnen. Damit steht das Projekt „Haus der Statistik“ an einer entscheidenden Schwelle auf dem Weg zur Realisierung.

Dazu erklärt der Baustadtrat des Bezirks Mitte Ephraim Gothe: „Mit einer dichten Mischung aus sozialen und kulturellen Nutzungen, preiswertem Wohnen, Verwaltung und einem neuen Bezirksrathaus entsteht ein Quartier, ‎das den Alexanderplatz mit seinen starken kommerziellen Nutzungen neu akzentuieren wird. Der Bezirk dankt dem Senat, hier ein neues Rathaus bauen zu können, das auch die Bezirksverordnetenversammlung aufnimmt. Damit wird das Quartier auch Ort der lokalen Demokratie.“

Senatsbaudirektorin Regula Lüscher betont: „Mit dem Haus der Statistik setzen wir neue Maßstäbe in der Zusammenarbeit verschiedenster Akteure für eine zukunftsorientierte Stadtentwicklung und durchsanierte Quartiere. Angespornt durch die besondere Energie dieser Konstellation haben die Teams außerordentliche Entwürfe für diesen herausragenden Ort mit höchstem Engagement erarbeitet.“

Sven Lemiss, Geschäftsführer BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH: „Mit dem jetzt abzuschließenden Werkstattverfahren geht ein Prozess zu Ende, der dazu beitragen wird, das ehemalige Haus der Statistik zu einem Ort zu entwickeln, der als Symbol für Vielfalt, Dialog und Nachhaltigkeit steht. Im Rahmen von innovativen Verfahren gesellschaftliche Partizipation zu ermöglichen und dabei eine Vielzahl unterschiedlichster Akteure und deren Interessen zu integrieren, stellt für uns eine neue, komplexe und spannende Herausforderung dar. Dass es gut funktionieren kann, zeigen die Ergebnisse der Werkstatt. Für Berlin birgt das große Chancen. Wir wollen und werden Treiber dieser Chancen sein.“

Jan Robert Kowalewski, Geschäftsführer WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH: „Das neue Quartier soll ökologisch, sozial und wirtschaftlich nachhaltig sein. Ins neue Haus der Statistik wird eine lebendige Mischung aus Wohnen und Arbeiten, kultureller, sozialer und öffentlicher Nutzung einziehen – ein Treffpunkt nicht nur für die Menschen, die hier wohnen und arbeiten werden, sondern ein Anziehungspunkt für die ganze Stadt. Bei dem innovativen Planungsverfahren mit Beteiligung der Stadtgesellschaft gewinnen wir wertvolle Erfahrungen, die wir auch künftig bei der Entwicklung komplexer Quartiere anwenden können.“

Andrea Hofmann, Mitglied des Vorstands der ZKB eG: „Für das Modellquartier am Haus der Statistik soll ein städtebauliches Konzept entstehen, über das Konsens zwischen den Koop-Partnern und der mitwirkenden Stadtgesellschaft besteht. Als ZUsammenKUNFT Berlin eG möchten wir einen nennenswerten Standort mitten in der Stadt sichern für anderswo be- und verdrängte Nutzungen und Nutzer:innen, der leistbare und zugängliche Raumangebote bietet. Die erhaltenswerten Bestandsgebäude und Neubauflächen sollen mit ihren vielfältigen Potenzialen nach dem Motto des Koalitionsvertrages der Berliner Landesregierung „Berlin gemeinsam gestalten – solidarisch. nachhaltig. weltoffen.“ zu einem für die gesamte Stadt relevanten und besonderen Ort entwickelt werden. Wenn wir ehrlich sind: wir haben als Koop 5 besser zusammen gearbeitet und mehr erreicht als wir vorher gedacht hatten. Jetzt gilt es, die Mitwirkung der Stadtgesellschaft kontinuierlich zu gewährleisten und das auch mittels erster Pioniernutzungen zu unterstützen.“

Fotos aus dem Werkstattverfahren und von den städtebaulichen Entwürfen stehen auf https://hausderstatistik.org/pressebereich/ zum Download bereit.

Haus der Statistik – Haus mit Zukunft

Das Haus der Statistik entstand bis 1970 bei der Neugestaltung des Ost-Berliner Stadtzentrums um den Alexanderplatz. Nach der Wiedervereinigung wurde der Gebäudekomplex als Außenstelle des Statistischen Bundesamtes und als Berliner Dienstsitz der Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen genutzt. Seit 2008 stand das Ensemble leer. Ursprünglich war der Abriss der Bestandsbebauung vorgesehen. Die zivilgesellschaftliche „Initiative Haus der Statistik“ sowie die Berliner Politik kamen überein, wesentliche Teile der bestehenden Bebauung zu ertüchtigen und teilweise umzunutzen, sowie das Gelände mit Neubauten für Wohnen und Verwaltung zu ergänzen. Das Land Berlin hat das Areal am Haus der Statistik im Oktober 2017 vom Bund erworben, um hier ein lebendiges Quartier im Zentrum der Hauptstadt zu entwickeln. An diesem Prozess sind federführend fünf Kooperationspartner – die „Koop5“ – beteiligt: das Bezirksamt Mitte von Berlin, die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, die Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM), die WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH und die ZUsammenKUNFT Berlin eG Genossenschaft für Stadtentwicklung.

Diese Gemeinschaft hat am 29. Januar 2018 einen Kooperationsvertrag zur Zukunft des Geländes abgeschlossen. Gemeinsam mit der Berliner Stadtgesellschaft entsteht jetzt im Herzen der Hauptstadt ein vielfältiger Ort zum Wohnen, Leben und Arbeiten.

Weitere Informationen und Termine:

www.hausderstatistik.org

Pressekontakt:

Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH (WBM)
Christoph Lang – Pressesprecher
Dircksenstraße 38 • 10178 Berlin
Tel.: +49 (0)30 2471 4294
christoph.lang@wbm.dewww.wbm.de

BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM)
Johanna Steinke
Alexanderstraße 3 • 10178 Berlin
Tel.: +49 (0)30 90166 1683
presse@bim-berlin.dewww.bim-berlin.de