Das Haus

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Foto: Ute Zscharnt

Anlass der Konzeptentwicklung war ein Workshop-Verfahren des Berliner Senats im Herbst 2015 zur städtebaulichen Neubewertung des Alexanderplatzes. Hierbei hat sich eine Initiative gegründet, die den Gebäudekomplex integrativ als Wohnraum für Geflüchtete und Arbeitsräume für Kunst, Kultur und Bildung kosteneffektiv umwandeln und erweitern möchte.

“Der Umgang mit dem Haus der Statistik stellt einen zentralen Aspekt in der Wahrnehmung der Öffentlichkeit dar, insbesondere die langjährige Nicht-Nutzung eines Gebäudes an derart exponierter Lage stößt auf Unverständnis. Für die Weiternutzung des Haus der Statistik werden verschiedene Konzepte vorgeschlagen, sowohl die Nutzung für Studenten- oder Seniorenheime, als auch die temporär oder bleibende Nutzung durch Kulturszene.” Auszug aus der offiziellen Workshopdokumentation.

Grundstück, Lage und Bedeutung: Direkt am Alexanderplatz, dem Nahverkehrs-Knotenpunkt der Hauptstadt gelegen, und mit derzeit 40.000qm Nutzfläche und durch 50.000qm BGF erweiterbar, steht in Berlin kaum ein vergleichbares Gebäudeensemble zur Disposition. Hier könnte das Idealbild einer gemischten und nachhaltigen Metropole realisiert werden sowie ein Leuchtturm der Berliner Kreativszene und Inklusionskultur entstehen.

Berlin, Hans-Beimler-Straße
ADN-ZB Lieber-24.8.72 Berlin: Blick auf die Neubauten in der Karl-Marx-Allee – Nähe Alexanderplatz. Links das Haus des Reisens, in der Mitte die Hans-Beimler-Straße (heute Otto-Braun-Straße) und rechts das Haus der Statistik.

Gebäudekonzept: Die verschiedenen Gebäudeelemente, mit insgesamt 40.000qm Nutzfläche, werden auf Basis einer soliden baulichen Substanz in Wohnraum für Flüchtlinge und Arbeitsräume für Kunst, Kultur und Bildung kosteneffektiv umgewandelt. Über Begegnungsflächen, Co-Wohn- und Co-Working Konzepte entstehen wechselseitige, integrative Synergien zwischen den Beteiligten und der Nachbarschaft. Das Haus wird zu einem Prototypen für eine innovative, integrative Praxis in Verbindung von Kultur, Bildung und Sozialem. Durch Rückbau von zwei flachen Gebäuden können weitere 50.000qm Nutzfläche im Neubau realisiert werden, um dringend benötigten, bezahlbaren Wohnraum u.a. für die Nachbarschaft zu schaffen.

Eigentümer und Planungsrecht: Zwei Drittel gehören der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), ein Drittel dem Land Berlin. Seit 2011 läuft ein B-Plan-Verfahren. Seitens des Senats wird auch erwogen, das Bestandsgebäude als Behördenzentrum für den Bezirk Mitte zu nutzen. Da der Bezirk allerdings beabsichtigt, den Mietvertrag am derzeitigen Standort seines Rathauses zu verlängern, ist dieses Szenario unwahrscheinlich geworden.

Finanzierung: Die Genossenschaft führt derzeit sowohl mit öffentlich-rechtlichen als auch privatwirtschaftlichen Finanzierungspartnern Gespräche. Berlins Finanzsenator liegen bereits plausible Finanzierungsnachweise unserer Partner vor.

Download Broschüre: Unser Angebot an Berlin, Stand 08 / 2016 (28 Seiten, PDF)

Download Präsentation: Standortentwicklungskonzept, Stand 12 /2015 (32 Slides, PDF)