Kollektiv Kalte Butter

Labor für Fermentation und Pilzkultur—Mehr Essgenuss und weniger Lebensmittelverschwendung.

Das Kollektiv Kalte Butter setzt sich gegen den verschwenderischen Umgang mit Lebensmitteln und allgemein für mehr Esskultur ein. Insbesondere stehen die verschiedenen Möglichkeiten der Fermentation im Mittelpunkt, die schon seit Jahrhunderten für erhöhte Haltbarkeit und Entwicklung von ganz neuen Geschmäckern genutzt werden.

Wir wollen mehr Menschen dazu motivieren, diese alten und simplen Techniken auch Zuhause stärker zu nutzen. Mit der Technik der Fermentation können beispielsweise Sauerkraut, Wein, Limonade, Gemüse und Früchte hergestellt oder dauerhaft schmackhaft gemacht werden. Die Aufwertung von Lebensmitteln durch Fermentation trägt so auf natürliche Wiese auch zur Reduktion von Lebensmittelverschwendung bei.

Einmal im Monat stellen wir auf dem KO-Markt am Haus der Statistik in Berlin-Mitte unsere neuesten Projekte in Form von Kostproben auf selbstgebackenem Sauerteigbrot an. Weiterhin wird es Fermentationsworkshops geben und natürlich sind alle Experimentierfreudigen eingeladen jederzeit mitzumachen.

Performance: Schaumschiff

Das ist das Abenteuer des Schaumschiffs, das mit seiner 2 Frau starken Besatzung unterwegs ist um Zivilisationen zu erforschen.Inspiriert von dem „Monolog Badezimmer“ von Ingrid Lausund entwerfen Ini Dill (Tanz) und Sabine Bremer (Musik) einen hybriden Wohlfühlraum. Sie landen und widmen sich den kapitalistisch rassistischen Konflikten des Seins.

16. Oktober 2020 | 19:00 19:45

Der Weltschaum unendliche Weiten. Das ist das Abenteuer des Schaumschiffs, das mit seiner zwei Frau starken Besatzung seit Jahren unterwegs ist um alte Strukturen zu erforschen, neues Leben und neue Zivilisationen. Viele Lichtjahre von der globalen Wohlfühlfaktor-Gleichstellung entfernt, dringt das Schaumschiff in die Badezimmergalaxie eines durchschnittlichen europäischen Individuums ein…

Inspiriert von dem „Monolog Badezimmer“ von Ingrid Lausund entwerfen die Performerin Ini Dill und die Musikerin Sabine Bremer einen hybriden Wohlfühlraum. Überall wollen sie landen, an jedem erdenklichem Ort, um sich den inneren kapitalistisch rassistischen Konflikten des Seins zu widmen. Erste Landung ist in der Wüstenlounge im Haus der Statistik.

Wann: 15./16.10.2020
Beginn: 19:00 Uhr

www.bini.berlin
www.die-elektroschuhe.de

Details

Datum:
16. Oktober
Zeit:
19:00–19:45
Veranstaltungskategorie:
Veranstaltung-Tags:
, ,
Website:
www.die-elektroschuhe.de, www.bini.berlin

Wüste

Performance: Schaumschiff

Das ist das Abenteuer des Schaumschiffs, das mit seiner 2 Frau starken Besatzung unterwegs ist um Zivilisationen zu erforschen.Inspiriert von dem „Monolog Badezimmer“ von Ingrid Lausund entwerfen Ini Dill (Tanz) und Sabine Bremer (Musik) einen hybriden Wohlfühlraum. Sie landen und widmen sich den kapitalistisch rassistischen Konflikten des Seins.

15. Oktober 2020 | 19:00 19:45

Der Weltschaum unendliche Weiten. Das ist das Abenteuer des Schaumschiffs, das mit seiner zwei Frau starken Besatzung seit Jahren unterwegs ist um alte Strukturen zu erforschen, neues Leben und neue Zivilisationen. Viele Lichtjahre von der globalen Wohlfühlfaktor-Gleichstellung entfernt, dringt das Schaumschiff in die Badezimmergalaxie eines durchschnittlichen europäischen Individuums ein…

Inspiriert von dem „Monolog Badezimmer“ von Ingrid Lausund entwerfen die Performerin Ini Dill und die Musikerin Sabine Bremer einen hybriden Wohlfühlraum. Überall wollen sie landen, an jedem erdenklichem Ort, um sich den inneren kapitalistisch rassistischen Konflikten des Seins zu widmen. Erste Landung ist in der Wüstenlounge im Haus der Statistik.

Wann: 15./16.10.2020
Beginn: 19:00 Uhr

www.bini.berlin
www.die-elektroschuhe.de

Details

Datum:
15. Oktober
Zeit:
19:00–19:45
Veranstaltungskategorie:
Veranstaltung-Tags:
, ,
Website:
www.die-elektroschuhe.de, www.bini.berlin

Wüste

Theater: La Agonia

3. Oktober 2020 | 17:30 20:00

LA AGONIA – eine Oper in 7 Bildern

 Mit dem Ensemble für zeitgenössische Musik SCHWARM 13

Von und mit: Anna Weißenfels, Daniel Wittkopp, T. Schlopsnies, Rory Price, Christina Themeli

Sänger:innen: Tatjana Bielke, Ronald Bird, Gudrun Doberenz und Conny Voß
Text und Ansagen: T. Schlopsnies
Studiopo-Skulptur-Bühne: Erik Göngrich 2009-20
Kostüm: in Kooperation mit Kostümkollektiv e.V.

Details

Datum:
3. Oktober
Zeit:
17:30–20:00
Veranstaltungskategorien:
,
Veranstaltung-Tags:
, , , ,

Veranstalter

Bühnen im Haus der Statistik e. V.
E-Mail:
kontakt@nie.zone
Website:
http://nie.zone

Studiolo (Wüste)

Live concerts: Vom Vass

You are invited to an intimate gathering with live music, delicious food and beers Vom Vass ! Come and share memories with old friends and new faces.
Because quality moments always come with beautiful music, we are happy to introduce you those wonderful artists:

*Lange Brise
*Konchord

1. Oktober 2020 | 18:00 22:00

You are invited to an intimate gathering with live music, delicious food and beers Vom Vass ! Come and share memories with old friends and new faces. Because quality moments always come with beautiful music, we are happy to introduce you those wonderful artists:
-Lange Brise
-Konchord

Details

Datum:
1. Oktober
Zeit:
18:00–22:00
Veranstaltungskategorien:
,
Veranstaltung-Tags:
,

Wüste

Vortrag: Smaragd 801 – DDR Wohnkultur dekonstruiert

Die MITKUNSTZENTRALE lädt zu einem Gespräch über Kunst im öffentlichen Raum und Präsentation der Publikationen Smaragd 801 (Inken Reinert, 2000) und Atlas of Sculptural Situations (Erik Göngrich, 2019), mit den Autor*innen und die Verlegerin Janine Sack (EECLECTIC) ein.

23. September 2020 | 18:30 21:00

Die MITKUNSTZENTRALE lädt zu einem Gespräch über Kunst im öffentlichen Raum und Präsentation der Publikationen Smaragd 801 (Inken Reinert, 2000) und Atlas of Sculptural Situations (Erik Göngrich, 2019), mit den Autor:innen und der Verlegerin Janine Sack (EECLECTIC) ein.

In ihren Arbeiten verwendet Inken Reinert oft Material, das schon benutzt wurde und eine Geschichte hat. In Zeichnungen, Collagen und skulpturalen Installationen ergründet sie dessen Potential, als Metapher für gesellschaftliche Umbrüche, politische und soziale Transformationen zu stehen. Dabei versucht sie, dreierlei Ebenen zu verbinden und in Beziehung zu setzen: Die Erinnerung, die im Material gespeichert ist und mit ihr sein einstiger historischer und sozialer Kontext; die Kontextverschiebung und die Zeitlichkeit, denn viele der Arbeiten sind ortsbezogen und existieren nur temporär.

Als Verlegerin, Dozentin und Art-Direktorin interessieren Janine Sack die unterschiedlichen medialen Möglichkeiten der Präsentation und Kontextualisierung der jeweiligen Themen. 2017 hat sie das Redesign der „taz“ mitentwickelt; 2008 bis 2012 arbeitet sie als Art Direktorin der Wochenzeitung „der Freitag“. 2018 gründete sie den E-Book-Verlag „EECLECTIC – Digital Publishing for Visual Culture“ und 2017 den Künstlerbuchverlag „A Book Edition“. Als Teil der Gruppe „Drucken Heften Laden“ gibt sie seit 2015 den vierteljährlichen Newsletter „Paper News“ mit heraus.

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Datum:
23. September
Zeit:
18:30–21:00
Veranstaltungskategorie:
Veranstaltung-Tags:
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Veranstalter

Mitkunstzentrale

Wüste

Eröffnung: Haus der Materialisierung

16. September 2020 Ganztägig

Am 16. September eröffnet das Haus der Materialisierung (HdM), ein Zentrum für zukunftsfähige Ressourcennutzung – nun endlich ganz offiziell. Mit Gebrauchtmaterial-Markt, Werkstätten für Textil, Holz und Metall, mit einem Leihladen und einem Showroom für Gebrauchtgüter bietet das HdM eine ökologische und klimaneutrale Alternative zu Überkonsum und Umweltbelastung. Gleichzeitig versteht sich das HdM mit seiner vielfältigen Nutzerschaft als Ausgangspunkt für Materialforschung, für künstlerische Prozesse und für die Suche nach einer sozial und ökologisch gerechteren Gesellschaftsorganisation. Diese vielfältigen Möglichkeiten sind ab jetzt regelmäßig öffentlich zugänglich, für Bildungszwecke, für Kunst- und Kulturschaffen, für Haushalt und Alltag. Wir freuen uns auf eure Teilnahme! Zur besseren Planung bitten wir um eine kurze Teilnahmebestätigung hier.

Programm:

  • Eröffnungsakt & feierliche Inbetriebnahme 16:00 Uhr
  • Erkundung der Werkstätten, Materialexperimente, Vorführungen, Mitmachaktionen 16:30 – 18:00 Uhr
  • Fachgespräch: „Zirkuläres Wirtschaften – Notwendigkeit, Chancen und Hemmnisse mit anschliessender Diskussion 18:00 Uhr
  • Ausklang mit Imbiss und Getränk 19:30 Uhr

Wir achten auf die Einhaltung des Infektionsschutzes. Ein Teil der Angebote findet im Freien statt; die Personenzahl im Gebäude wird begrenzt; in Innenräumen ist Mund-Nase-Bedeckung Pflicht.

Das Haus der Materialisierung könnt ihr jeden Mittwoch zwischen 16 und 20 Uhr besuchen.

Haus der Materialisierung (Haus E)

Berolinastraße 21
Berlin, 10178
+ Google Karte anzeigen

Mitkunstzentrale: zwei Vorträge

26. August 2020 | 19:00 21:00

Fotos: (links) Simone Kellerhoff; (rechts) Seraphina Lenz „ANSPIEL“, IGA 2017

Material Mafia / Kunst als Werkstatt

Zwei Kurzvorträge mit Simone Kellerhoff (Material Mafia) und Seraphina Lenz (Künstlerin) im Studiolo der MITKUNSTZENTRALE.
In Zeiten extremer Abfallproduktion ist das Konzept der Material Mafia (Simone Kellerhoff) ein Beitrag zur Ressourcenschonung und des Umweltschutzes. Wieder- und Weiterverwendungskonzepte bieten Effizienzstrategien eine nachhaltige Alternative, um Klimawandel und Ressourcenproblemen zu begegnen.

Die Stadt als Bühne und Austragungsort gesellschaftlicher Themen ist ein zentrales Thema in der künstlerischen Praxis von Seraphina Lenz. Hauptsächlich widmet sie sich Wandlungsprozessen im Stadtraum. Sie arbeitet mit Archiven des Verschwindens und des Verschwundenen und begreift sie als Labor für künftige Lebensräume. In ihrem kurzen Input zeigt sie drei Beispiele.

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Datum:
26. August
Zeit:
19:00–21:00
Veranstaltungskategorien:
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Veranstaltung-Tags:
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Veranstalter

Mitkunstzentrale

Schmuckhof

Bühnen: La Agonia

30. August 2020 | 20:00 22:00

LA AGONIA – eine Oper in 7 Bildern

 mit dem Ensemble für zeitgenössische Musik SCHWARM 13

von und mit Anna Weißenfels, Daniel Wittkopp, T. Schlopsnies, Rory Price, Christina Themeli

SängerInnen: Tatjana Bielke, Ronald Bird, Gudrun Doberenz und Conny Voß
Text und Ansagen: T. Schlopsnies
Studiolo-Skulptur-Bühne von Erik Göngrich 2009-20
Kostüm in Kooperation mit Kostümkollektiv e.V.

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Datum:
30. August
Zeit:
20:00–22:00
Veranstaltungskategorien:
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Veranstaltung-Tags:
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Veranstalter

Bühnen im Haus der Statistik e. V.
E-Mail:
kontakt@nie.zone
Website:
http://nie.zone

Studiolo (Wüste)

Eröffnung: Bühnen der Statistik

26. August 2020 | 19:30 30. August 2020 | 22:00

Am Alexanderplatz gibt es Primark, Tchibo, Saturn, Galeria Kaufhof und jetzt auch ein Theater. Die „Bühnen der Statistik“ bespielen das Haus der Statistik von innen und außen. Sie sind ein Provisorium und damit ein Widerspruch. Unter dem Spielzeitmotto public solutions 2020 werden die Bühnen der Statistik zu Dienstleistenden für die Öffentlichkeit bzw. zum öffentlich Dienstleistenden.

Programm

26.08: TAKE ME BACK TO RHINOTOWN 19:30 (Haus A)

27.08: ALMOST CIRCUS 21:00 (Autoscooter)

28.08: MARK MACHT THEATER 21:30 (Haus A)

29.08: HAMLETMASCHINE 19:30 (Wüste)

30.08: GOTHLAND 18:30 (Haus A)

30.08: LA AGONIA– eine Oper in 7 Bildern 20:00 (Wüste)

und weitere.

Aktueller Stand siehe Festival-Website: nie.zone/festival

Karten: kontakt@nie.zone

Details

Beginn:
26. August | 19:30
Ende:
30. August | 22:00
Veranstaltungskategorien:
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Veranstaltung-Tags:
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Veranstalter

Bühnen im Haus der Statistik e. V.
E-Mail:
kontakt@nie.zone
Website:
http://nie.zone

Bühnen: Hamletmaschine

29. August 2020 | 19:30 21:00

Im Jahr 2020 ernten wir erneut die Saat Europas. Die gewaltsame Vergangenheit mit ihrem Leichenmeer ragt in jedem Augenblick in die Fasern der Gegenwart und in jede mögliche Zukunft hinein. Ein Weiterleben, ein Besserleben scheint unmöglich geworden zu sein. Die Ruinen Europas: Hinter uns, vor uns, in uns und um uns herum. Auf der Bühne ein Sandkasten voller Leichen und der goldene Gong.

Die Hamletmaschine zeigt sich als ein Ort, an dem Atmen und Töten gleichbedeutend sind. Dieser Ort, an dem die Dialektik der Gewalt alles zu verschlingen scheint, wird von zwei letzten Menschen in einem immer wieder zu vollziehenden Ritual auf seine Risse und Öffnungen hin untersucht. Eine stotternde Beschwörungsformel, eine stolpernde Suche nach Orientierung im Innenraum der Maschine. Die Hoffnung: Der blutigen Luft einen Atemzug abzuringen. Ein Schimmern von Möglichkeit irgendwo zwischen Desinteresse, Belustigung und existenziellem Einsatz der Lebenssäfte. Zwischen dem Wunsch nach Maschine und Mensch.

Die Spielenden, mal Zeremonienmeister und -meisterinnen, mal gebeutelte Objekte des Rituals, werden immer wieder vor die Frage gestellt: Spreche und stolpere ich weiter, oder gehe ich nach Hause? Und: Woher kommt immer das ganze Blut im Raum? Und ist der „Engel mit dem Kopf im Nacken“ der Engel der Geschichte, oder hat er sich das Genick gebrochen, im Sturz von einer Bierbank? Während sie sich, zwischen zwei Schlägen des ewigen Gongs, in Wäldern aus baumelden Leichenbeinen verirren, Tote ausgraben, Kopfstand üben und Mütter zunähen, wird es vielleicht deutlich werden, warum die Madonna Brustkrebs hat.

Im Jahr 2020 ernten wir erneut die Saat Europas. Die gewaltsame Vergangenheit, mit ihrem Leichenmeer, ragt in jedem Augenblick in die Fasern der Gegenwart und in jede mögliche Zukunft hinein. Ein Weiterleben, ein Besserleben scheint unmöglich geworden zu sein. Aber dennoch muss es vollzogen werden, das Ritual, dessen Sinn hoffentlich beim Schlagen des letzten Gongs verständlich wird, in dem zwei Menschen vollziehen und vollzogen werden. Irgendwie kommen sie rein, irgendwie kommen sie raus und zwischendurch bluten sie.

Spielende: Stephanie Amarell/Julius Böhm; Regie: Henry Schlage; Bühnenbild: Sarah Wolters/Henry Schlage; Kostüm: Sarah Wolters; Musik: David Heim/Andrew Clarke

Tickets unter: Kontakt@nie.zone 

weitere Termine: 

22.08.20: 19:30 // 23.08.20: 19:30  // 29.08.20: 19:30 // Einlass 19:00

Details

Datum:
29. August
Zeit:
19:30–21:00
Veranstaltungskategorien:
,
Veranstaltung-Tags:
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Wüste (Zwischenraum Haus D und HdM)

Bühnen: Hamletmaschine

23. August 2020 | 19:30 21:00

Im Jahr 2020 ernten wir erneut die Saat Europas. Die gewaltsame Vergangenheit mit ihrem Leichenmeer ragt in jedem Augenblick in die Fasern der Gegenwart und in jede mögliche Zukunft hinein. Ein Weiterleben, ein Besserleben scheint unmöglich geworden zu sein. Die Ruinen Europas: Hinter uns, vor uns, in uns und um uns herum. Auf der Bühne ein Sandkasten voller Leichen und der goldene Gong.

Die Hamletmaschine zeigt sich als ein Ort, an dem Atmen und Töten gleichbedeutend sind. Dieser Ort, an dem die Dialektik der Gewalt alles zu verschlingen scheint, wird von zwei letzten Menschen in einem immer wieder zu vollziehenden Ritual auf seine Risse und Öffnungen hin untersucht. Eine stotternde Beschwörungsformel, eine stolpernde Suche nach Orientierung im Innenraum der Maschine. Die Hoffnung: Der blutigen Luft einen Atemzug abzuringen. Ein Schimmern von Möglichkeit irgendwo zwischen Desinteresse, Belustigung und existenziellem Einsatz der Lebenssäfte. Zwischen dem Wunsch nach Maschine und Mensch.

Die Spielenden, mal Zeremonienmeister und -meisterinnen, mal gebeutelte Objekte des Rituals, werden immer wieder vor die Frage gestellt: Spreche und stolpere ich weiter, oder gehe ich nach Hause? Und: Woher kommt immer das ganze Blut im Raum? Und ist der „Engel mit dem Kopf im Nacken“ der Engel der Geschichte, oder hat er sich das Genick gebrochen, im Sturz von einer Bierbank? Während sie sich, zwischen zwei Schlägen des ewigen Gongs, in Wäldern aus baumelden Leichenbeinen verirren, Tote ausgraben, Kopfstand üben und Mütter zunähen, wird es vielleicht deutlich werden, warum die Madonna Brustkrebs hat.

Im Jahr 2020 ernten wir erneut die Saat Europas. Die gewaltsame Vergangenheit, mit ihrem Leichenmeer, ragt in jedem Augenblick in die Fasern der Gegenwart und in jede mögliche Zukunft hinein. Ein Weiterleben, ein Besserleben scheint unmöglich geworden zu sein. Aber dennoch muss es vollzogen werden, das Ritual, dessen Sinn hoffentlich beim Schlagen des letzten Gongs verständlich wird, in dem zwei Menschen vollziehen und vollzogen werden. Irgendwie kommen sie rein, irgendwie kommen sie raus und zwischendurch bluten sie.

Spielende: Stephanie Amarell/Julius Böhm; Regie: Henry Schlage; Bühnenbild: Sarah Wolters/Henry Schlage; Kostüm: Sarah Wolters; Musik: David Heim/Andrew Clarke

Tickets unter: Kontakt@nie.zone 

weitere Termine: 

22.08.20: 19:30 // 23.08.20: 19:30  // 29.08.20: 19:30 // Einlass 19:00

Details

Datum:
23. August
Zeit:
19:30–21:00
Veranstaltungskategorien:
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Wüste (Zwischenraum Haus D und HdM)