MITKUNSTZENTRALE

Zentrale der skulpturalen Gemeingüter, hergestellt durch künstlerische Praktiken des Recyclings von Materialien, Ideen und Geschichten

Bild: Ausgangs-Setzung eines gemeinschaftlichen Prozesses: MITKUNSTZENTRALE – STUDIOLO, Erik Göngrich, 2009-2019 Holzskulptur; Größe Grundfläche 5,10 × 2,10 Meter, Höhe: 3,15 Meter. Die künstlerisch-wissenschaftliche Studierzelle der Renaissance als Ausgangsmodul im Ausstellungsraum und im Freiraum. Die Skulptur kann je nachdem wie und wo sie benötigt wird versetzt und umgebaut werden. Das STUDIOLO ist die skulpturale Ausgangssetzung sie wird Teil des Ausstellungs- und Aktionsprozesses an den sie angepasst wird.

…. Werkstatt für Kunst & Klima im öffentlichen Raum

Ein Projekt von Erik Göngrich in Zusammenarbeit mit Valeria Fahrenkrog 

Pionier seit: Januar 2020

Im Haus der Materialisierung, ein Teil des Hauses der Statistik am Alexanderplatz, entsteht gerade die MITKUNSTZENTRALE. In dieser Zentrale und in der Umgebung des Hauses der Statistik wird ein diskursiver Raum erschaffen der sich mit folgenden (künstlerischen) Ansätzen auseinandersetzt:

_Haus de Materialisierung (HdM)
Ausgehend vom Prinzip der Zirkulation, wollen wir uns nachhaltigen künstlerischen Praktiken annähern. Erstens aus der materiellen Sicht der Wiederverwendbarkeit, des Recyclings und der objektbezogenen Umnutzung. Und zweitens aus der Sicht von immateriellen, solidarischen, gesellschaftlichen Aspekten des Ideen-Recyclings, der räumlichen Umnutzung, dem Erhalt von Geschichten und gesellschaftlichen Transformationsprozessen.

_Haus der Statistik (HdS)
Hier stellt sich vor allem folgende Frage: Wie kann man ein Stück Stadt gemeinsam als Modellprojekt mit Respekt auf zukünftige Gemeinschaften und Nutzungen entwickeln?
Der schon stattfindende Prozess soll künstlerisch vermittelt werden und die eigenen Begriffe sollen geschärft in eine Charta der gemeinsamen Stadtentwicklung Berlins einfließen.
Dieser Ansatz verfolgt Themen wie Commoning als Gesellschaftsumbau, Nachhaltigkeit durch Bewusstseinsveränderungen im Konsumverhalten und die Entwicklung künstlerisch- interventionistischer Ansätze in kollaborativen Arbeitsprozessen.

_KIEZ (im Zweiten Bauabschnitt Karl-Marx-Allee – KMA2)
Die Anbindung an Menschen, Projekte und Initiativen im Haus der Statistik und im Haus der Materialisierung sowie mit der Nachbarschaft steht im Zentrum dieses Ansatzes.
Wir wollen untersuchen wie Kunst am Bau und Kunst im öffentlichen Raum als sozialer-historischer und politischer Prozess entwickelt werden kann. Die Gegebenheiten werden mit den verschiedenen Projektpartnern erforscht und in Orts-, Zeit- und Personen-Spezifische Kunstwerke umgesetzt.

Die PERLE DES OSTENS–Mobile Schnippel Teeküche, MOKKA-ECK–Bank-Bar undBOOKSpeoplePLACES–Buch-Gedächtnis als mobiler Laden bilden wichtige Bestandteile der MITKUNSTZENTRALE. Sie wirken als funktionale Skulpturen der direkten Begegnung und des Austausches mit dem Umfeld.

Die drei Ansätze sind stark verbunden und sollen im Austausch durch Gespräche, Workshops, gemeinsames Kochen, interventionistische Kommentierungen, Ausstellungen, Kollaborative-Displays, eine Posterreihe und ein „Kochbuch des öffentlichen Raumes“ vertieft werden. Aufgrund der Corona- Pandemie geschieht dies in Kleingruppen analog und in größeren Gruppen digital.

Stand 14. April 2020


Projektpartner

Diana Arce, Louise Barthels, Johanna Dehio, Ken Ehrlich, Christoph Franz, Florian Göttke, Matthias Heyden, Gary Hurst, Boris Joens, Heinz-Peter Knes, Seraphina Lenz, Michelle-Marie Letelier, Ana Lichtwer, Marcela Moraga, Ann-Sophie Norn, Michael Maier, Dominikus Müller, Elfriede Müller, Giulia Palladini, Andrew Plucinski, Janine Sack, Peter Schmidt, Susanne Schröder, Michael Schultze, Boris Sieverts, Daniela Spiegel, Florian Wüst, Secil Yersel.