Statistiker sind die letzten Romantiker

Für die Schaufensterausstellung Statistiker sind die letzten Romantiker (nach einem Zitat von Robert Musil) wurden acht Zeitzeugen befragt, die ihre Arbeit und ihr Leben als Mitarbeiter:innen in der „Staatlichen Zentralverwaltung für Statistik“ verbracht haben.

9. April 2021 | 20:00

Vernissage „Statistiker sind die letzten Romantiker“ 

Für die Schaufensterausstellung Statistiker sind die letzten Romantiker (nach einem Zitat von Robert Musil) wurden acht Zeitzeugen befragt, die ihre Arbeit und ihr Leben als Mitarbeiter:innen in der „Staatlichen Zentralverwaltung für Statistik“ verbracht haben. Diese Zeitzeugen sind heute zwischen Mitte sechzig und neunzig Jahre alt. Von der Fotolaborantin, über die Sekretärin bis hin zum stellvertretenden Leiter und Chef des Rechenzentrums. Sie geben ihre persönlichen Erinnerungen preis und erzählen, wie es für sie war, damals zu DDR- Zeiten im „Haus der Statistik“ zu arbeiten. Sie berichten von ihrem Leben mit der „Staatlichen Zentralverwaltung für Statistik“ und geben einen Einblick in Zahlen, Zensur und Zerstreuung. In Planwirtschaft und Mangelwirtschaft. In Umstände und Widersprüche. In Sprache, Duktus und Gestus. Gelebtes Leben. Ihre Lebenserfahrungen sind Teil des kulturellen Gedächtnisses unserer Gesellschaft und Zeugen Berliner Geschichte.

Das „Haus der Statistik“ am Alexanderplatz entstand Ende der 1960er Jahre als Sitz der „Staatlichen Zentralverwaltung für Statistik“ der DDR. Nach der deutschen Wiedervereinigung zog die Berliner Außenstelle des Statistischen Bundesamtes in den Gebäudekomplex ein, das bis 2008 auch Sitz der Behörde der „Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatsicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik” – in den Medien auch nach der Leiterin der Behörde Marianne Birthler „Birthler-Behörde” und zuvor „Gauck- Behörde” genannt – war. Danach stand das ehemalige „Haus der Statistik“ leer, dessen Erdgeschoß gegenwärtig als Modellprojekt im Rahmen einer kooperativen und gemeinwohlorientierten Pioniernutzung belebt wird, wo sich Kunst, Kultur und Soziales behaupten. 2024 sollen die Umbauarbeiten abgeschlossen sein. Auf dem Areal sollen unter anderem das Rathaus für den Bezirk Mitte, Wohnungen und Ateliers entstehen.

Die Ausstellung „Statistiker sind die letzten Romantiker“ findet vom 09. April – 28. April statt.
Täglich von 19-22 Uhr.
Vernissage ist am 09. April – 20 Uhr. 
www.diestatistiker.com (wird am 2. April online geschaltet)

 

Gesamtkonzept und Produktion: Maike Techen
Dramaturgie und Fiktion: Katharina Schlender
Kamera und Schnitt: Johanna Hasse
Ausstellungsrealisierung und Webdesign: Marco Locatelli

Das Projekt wurde unterstützt von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa, Projektfonds Zeitgeschichte und Erinnerungskultur

Details

Datum:
9. April
Zeit:
20:00
Veranstaltungskategorien:
, ,
Veranstaltung-Tags:
,
Website:
www.diestatistiker.com

Open-Form neu denken

25. Oktober | 3:00 27. Oktober | 23:59

Beschreibung der Veranstaltenden

Open-Form neu denken ist eine Zusammenarbeit zwischen dem ZK/U Berlin und MOM – Museum der Wohnsiedlungen in Lublin – anlässlich des 100-jährigen Bestehen der Polnischen Republik.

In der ersten Phase des Projekts ging es primär darum, die LSM-Siedlung in der polnischen Stadt Lublin und die Karl-Marx-Allee (Bauabschnitt II) in Berlin zu untersuchen und deren Status quo zu vergleichen. Der zweite Teil des Projekts beschäftigt sich mit Oskar Hansens Theorie der Offenen Form.
Anstatt sich auf das Architekturerbe von Oskar Hansen zu konzentrieren, ist das Ziel des Projekts vielmehr, Hansens Ideen und Methoden – seine Open-Form Theorie – in unterschiedlichen Disziplinen zu verfolgen.

Die Ergebnisse des Projekts werden vom 25. bis zum 27. Oktober 2019 im Pavillon WERKSTATT Haus der Statistik präsentiert.
Der Pavillon wird dabei zu einem multimodularen Labor, welches die eigenen Funktion von Tag zu Tag zwischen Kino, Konferenzraum, Radiostation und Spielecke wechselt. Den Bewohner*innen der KMA sowie Experten aus Bereichen der Architekturgeschichte, der Soziologie, der IT und des Sound Engineering wird so eine gemeinsame Plattform zum Austausch geboten.

 

 

open-form-neu-denken.tumblr.com

Details

Beginn:
25. Oktober 2019 | 3:00
Ende:
27. Oktober 2019 | 23:59
Veranstaltungskategorie:
Veranstaltung-Tags:
, , , , ,
Website:
https://www.zku-berlin.org/de/projekte/open-form-neu-denken/

Veranstalter

ZK/U
Website:
Zeige Organisator-Webseite

WERKSTATT Haus der Statistik

Karl-Marx-Allee 1
Berlin, 10178 Deutschland

[auswärts] Podiumsdiskussion: Das Verschwinden der Ostmoderne

Großgaststätte „Ahornblatt“ auf der Fischerinsel an der Gertraudenstraße, um 1970 © Landesarchiv Berlin | Foto: Dieter Breitenborn

Die Podiumsdiskussion kann in der Inforadio-Mediathek bis zum 17.08.2020 nachgehört werden.

Die Zukunft der Stadt und Architekturerbe von Ost-Berlin

Welchen Platz nimmt Ost-Berlin mit seiner Architektur der sozialistischen Moderne in der heutigen Stadtentwicklung ein? Drohen die baulichen Hinterlassenschaften des Ostens in der sich dramatisch wandelnden Metropole Berlin zu verschwinden?

mit
Simone Hain (Architektur – und Planungshistorikerin),
Thomas Flierl (Bauhistoriker, Kulturwissenschaftler, Publizist),
Clemens Weise (WERKSTATT Haus der Statistik) und
Annett Gröschner (Autorin)

Moderation: Harald Asel

Eine Kooperation mit rbb Inforadio

Eine Veranstaltung im Rahmen der Sonderausstellung: Ost-Berlin. Die halbe Hauptstadt
www.ost.berlin