Kino: No Gold for Kalsaka

Michel K. Zongo, Burkina Faso/Deutschland 2019, 90 Min. OV mit englischen UTAnschließend Videogespräch mit Malve Lippmann und Michel K. Zongo

5. November 2020 | 20:00

Michel K. Zongo, Burkina Faso/Deutschland 2019, 90 Min. OV mit englischen UT, Anschließend Videogespräch mit Malve Lippmann und Michel K. Zongo

Als die Regierung von Burkina Faso im Jahr 2000 mit der Erteilung von Bergbaugenehmigungen beginnt, steigt das Goldfieber. Den Menschen in Kalsaka werden Berge von Gold versprochen: Arbeitsplätze für die Dorfbewohner:innen, Stipendien für ihre Kinder, Geld für die Staatskasse und Entwicklungshilfe für die nächsten 10 Jahre. Aber sechs Jahre später wurden ihnen Berge von Gold genommen, während ihnen selbst nichts als verschmutztes Land übrig bleibt. No Gold for Kalsaka verbindet dokumentarische und fiktiven Elemente zu einer Erzählung über Gut und Böse, wie man sie aus dem Western kennt. Referenzen zu westafrikanischen Griot-Traditionen, Cowboys und Ennio Morricone’s Filmmusik kreieren eine Welt im Goldrausch.

Michel K. Zongo, geboren in Koudougou, Burkina Faso, arbeitet als Regisseur, Kameramann und Produzent für Dokumentarfilme. Er studierte am Burkina Faso National Cinematography Center und wurde am Burkina Faso National Television und bei Cinédoc Films ausgebildet.

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Datum:
5. November 2020
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20:00
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Kino: Reifezeit

Regie Sohrab Shahid Saless BRD 1975
111 Min., OF

Im Anschluss Gespräch mit Vivien Buchhorn

31. Oktober 2020 | 20:00

Regie: Sohrab Shahid Sales, BRD 1975 111 Min., OF
Im Anschluss Gespräch mit Vivien Buchhorn

Der neunjährige Michael isst Frühstück, geht zur Schule, lässt sich treiben und macht Besorgungen für die Nachbarin. Gemeinsam mit seiner alleinerziehenden Mutter, die als Prostituierte arbeitet, lebt er in einer kleinen Wohnung im Wedding. Die unterschiedlichen Tagesrhythmen gehen aneinander vorbei und werden nur durch das Ticken der Wanduhr zusammengehalten. In nüchternen Einstellungen zeigt der 1974 aus dem Iran emigrierte Regisseur Sohrab Shahid Saless den sich täglich wiederholenden Alltag des Jungen, bis er eines Tages mitbekommt, wie seine Mutter einen Freier empfängt.

Vivien Kristin Buchhorn ist Filmwissenschaftlerin und Kunsthistorikerin. Ihr Forschungsinteresse gilt transnationalen Kinematografien und Kunstwerken sowie deren Archivierung. Neben ihrer wissenschaftlichen Arbeit ist sie als Kuratorin tätig, begleitet Filmprojekte und veröffentlicht regelmäßig Film- sowie Ausstellungskritiken. Sohrab Shahid Saless’ Filme beschäftigen sie seit der Gestaltung von Retrospektiven in Berlin und Teheran.

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Datum:
31. Oktober 2020
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20:00
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Kino: Nachrede auf Klara Heydebreck

24. Oktober 2020 | 20:00

Regie: Eberhard Rechner, BRD 1969 62 Min., 16mm, OF

Grüntaler Straße 59a, kleiner Aufgang: Hier wohnte 59 Jahre lang Klara Heydebreck, bis sie im März 1969 Selbstmord beging. Ausgehend von der Polizeimeldung beginnt eine Spurensuche nach einem Leben, das fragmentarisch bleibt. Aus Dokumenten des Nachlass und Gesprächen mit Verwandten und Nachbar:innen setzen sich die historischen, wirtschaftlichen und sozialen Bedingungen einer Frau zusammen, die nicht den gängigen Erwartungen entsprechen wollte, die nie heiratete und deshalb als „sitzengebliebenes Fräulein“ verspottet wurde. Wenn am Ende aus einem nie abgeschickten Brief vorgelesen wird, bleibt vor allem Trauer: „Einsamkeit kann sehr schön sein, wenn man von der lieben Mitwelt wieder einmal genug hat. Doch Mangelleiden an lebensnotwendigen Dingen ist eine Schikane des Teufels.”

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24. Oktober 2020
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20:00
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Kurzfilme: Marginalisierung und Minderheiten

Kurzfilme von Mukaddas Mijit und Leyla Toprak.
Qetiq – Rock ’n Urumchi
Mukaddas Mijit, Deutschland 2013, 56 Min.

Red Handkerchief
Leyla Toprak, Türkei 2015, 16 Min.

Distant
Leyla Toprak, Türkei 2016, 16 Min.

Im Anschluss Gespräch mit Mukaddas Mijit.

23. Oktober 2020 | 20:00

Qetiq – Rock ’n Urumchi:
Mukaddas Mijit, Deutschland 2013, 56 Min.

Red Handkerchief:
Leyla Toprak, Türkei 2015, 16 Min.

Distant:
Leyla Toprak, Türkei 2016, 16 Min.

Im Anschluss Gespräch mit Mukaddas Mijit.

Qetiq – Rock ’n Urumchi nimmt Ürümchi, die Hauptstadt des Uigurischen Autonomen Gebiet Xinjiang in China, zum Ausgangspunkt. Ürümchi ist die Heimat des Musikers Perhat, der wie viele andere Musiker der Region nie daran dachte, die Stadt zu verlassen. Ein Film über Musik im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne.
Red Handkerchief dokumentiert die Geschichte von fünf Kurd:innen, die zu 14-25 Jahren Gefängnis verurteilt wurden. Dank dem kurdischen Volkstanz Govend, der ihnen „gebunden an einen Ort ein Gefühl der Ungebundenheit“ vermittelte, gelang es ihnen zu überleben.
Distant untersucht die Rebellion der Guerilla-Frauen in Kobanê gegen die dominanten gesellschaftlichen Narrative, die Frauen jahrelang ignorierten.

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Leyla Toprak wurde 1980 in Istanbul geboren. Bis 2013 war sie Teil der Aktivitäten des modernen Tanzkollektiv Mesopotamia Dance in Istanbul. 2014 schloss sie ihr Studium am Performing Arts Department ab und studierte bis 2017 Cinema an der Istanbul Bilgi University. Sie schrieb, choreographierte und führte Regie bei mehreren Performances und Videoarbeiten.

Mukaddas Mijit ist ein in Ürümchi geborener Musikethnologe, Filmemacher, Tänzer und Musikmanager. Sie promovierte 2015 in Musikethnologie an der Universität Paris Nanterre mit einer Arbeit über die „Inszenierung uigurischer Musik und Tanz“ . Neben der Veröffentlichung von Artikeln in Sammelbänden und Peer-Review-Zeitschriften, darunter Cahier d’ethnomusicologie, hat sie Dokumentarfilme über die uigurische Kultur gedreht.

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Datum:
23. Oktober 2020
Zeit:
20:00
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Kurzfilme: Kunst, Medien, Erinnerung

Kurzfilme von Isaac Chong Wai und Mohammad Shawky Hassan.
OmeU.
Im Anschluss Gespräch mit Mohammad Shawky Hassan.

22. Oktober 2020 | 20:00

The Silent Wall:
Isaac Chong Wai, Hong Kong/Bosnia and Herzegovina/Deutschland, 2014, 11 Min.

Rehearsal of the Futures: Police Training Exercises
Isaac Chong Wai, Hong Kong 2018, 18 Min.

Balaghany Ayyoha Al Malek Al Sa’eed:
Mohammad Shawky Hassan, Ägypten/Deutschland/USA 2011, 18 Min.

And on a Different Note:
Mohammad Shawky Hassan, Ägypten/USA 2015, 23 Min.

Das Performance-Video The Silent Wall sieht in Sarajevo die Einschusslöcher aus dem Krieg und fragt nach dem Umgang mit Mahnmalen einer brutalen Geschichte.
In Rehearsal of the Futures verlangsamen Tänzerinnen und Tänzer die Gesten der militärischen Bereitschaftspolizei. Der Effekt ist schön, seltsam, aber gleichzeitig vertraut. Ein Jahr zuvor gefilmt, nimmt der Film die Bilder der Proteste in Hongkong vorweg.
Balaghany Ayyoha Al Malek Al Sa’eed ist eine Meditation über die komplexe Beziehung zweier Brüder, in der Vorstellungen von Brüderlichkeit, Mentorschaft, Männlichkeit und Sexualität untersucht werden.
And on a Different Note ist der Versuch, einen persönlichen Raum zu schaffen inmitten einer unentrinnbaren akustischen Wand, entstanden durch politische Prime-Time-Talkshows zur Hauptsendezeit, mit ihren ununterscheidbaren, absurden und manchmal nicht zu entziffernden Geräuschen.

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Mohammad Shawky Hassan ist ein zwischen Kairo und Berlin lebender Filmemacher und Videokünstler. Sein Video And on a Different Note (2015) feierte am Berlinale Forum Expanded Premiere und ist Teil der ständigen Sammlung des Museum of Modern Art (MoMA) in New York. Gegenwärtig arbeitet er am abendfüllenden audiovisuellen Essay Shall I Compare You to a Summer’s Day.

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Datum:
22. Oktober 2020
Zeit:
20:00
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Kino: Mutter Küster’s Fahrt zum Himmel

Regie Rainer Werner Fassbinder BRD 1975
120 Min., OF

Im Anschluss Gespräch mit Bettina Köhler

17. Oktober 2020 | 18:00

Regie: Rainer Werner Fassbinder, BRD 1975, 120 Min., OF
Im Anschluss Gespräch mit Bettina Köhler

Nachdem ihr Ehemann als Reaktion auf die angekündigte Massenentlassung erst seinen Chef und dann sich selbst umbringt, wird „Mutter Küster“ von allen Seiten medienwirksam vereinnahmt. Sie wird vom Journalisten einer Illustrierten am Herd abgelichtet, beim Parteitag der DKP als „Fall aus der Praxis” inszeniert und von einer anarchistischen Gruppe als Identifikationsfigur zu einer Geiselnahme in die Zeitungsredaktion mitgenommen. Rainer Werner Fassbinders lose Adaption des proletarischen Stummfilms Mutter Krausens Fahrt ins Glück versetzt die Handlung vom roten Wedding der 1920er- ins bürgerliche Frankfurt der 70er-Jahre und damit in die Kulturkämpfe zwischen BILD, DKP und RAF. Eine Reflexion über die Aufmerksamkeitsökonomie von Geschlechterrollen zwischen den politischen Fronten der 70er-Jahre.

Danach: Überraschungsfilm!

Bettina Köhler ist Filmwissenschaftlerin und Public Historian. Zu ihren Forschungsinteressen gehört neben Visual History und Filmgeschichte vor allem die mediale Inszenierung von Geschichte im Film.

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Datum:
17. Oktober 2020
Zeit:
18:00
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Kurzfilme: Familie, Jugend, Traum

Filme von Halima Ouardiri und Ryuji Otsuka & Huang Ji.
玲玲的花园 Lingling’s Garden
Ryuji Otsuka/Huang Ji, China, 2009, 58 Min.

Mokhtar
Halima Ouardiri, Kanada/Makokko, 2010, 16 Min.

Clebs
Halima Ouardiri, Kanada, 2020, 18 Min.

16. Oktober 2020 | 20:00

 

玲玲的花园 Lingling’s Garden:
Ryuji Otsuka/Huang Ji, China, 2009, 58 Min.

Mokhtar:
Halima Ouardiri, Kanada/Makokko, 2010, 16 Min.

Clebs:
Halima Ouardiri, Kanada, 2020, 18 Min.

Lingling’s Garden ist die Geschichte einer Schülerin namens Lingling, der immer zu spät kommt. Eines Sommers plant ihre Klasse, Bergsteigen zu gehen. Doch Lingling kann nur mitmachen, wenn sie ihr ständiges Zuspätsein überwinden kann. Eines Nachts sieht sie eine Werbung für ein Zauberkissen, aber leider ist es zu teuer. Ihre Mutter verbietet es zu kaufen, also beschließt sie schließlich, ihr eigenes Zauberkissen herzustellen.
Mokhtar erzählt die Geschichte eines kleinen Jungen in einem abgelegenen marokkanischen Dorf. Eines Tages adoptiert er eine aus dem Nest gefallene Eule, obwohl Eulen als böses Omen gelten.
Clebs zeigt den Alltag in einem Tierheim für streunende Hunde in Marokko. Für die vielen Tiere, die auf ihre Adoption warten, scheint die Zeit stillzustehen. Der Kurzfilm zieht daraus gesellschaftspolitische Parallelen unter der brennenden Sonne Nordafrikas.

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Datum:
16. Oktober 2020
Zeit:
20:00
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Kurzfilme: Migration und Queerness

Kurzfilme von Aykan Safoğlu and Ming Wong. Im Anschluss Gespräch mit Ming Wong.

15. Oktober 2020 | 20:00

Off-White Tulips:
Aykan Safoğlu, Deutschland/Türkei, 2013, 24 Min.

Touching Feeling:
Aykan Safoğlu, Deutschland, 2019, 12 Min.

Angst Essen:
Ming Wong, Deutschland, 2008, 27 Min.

Biji Diva!:
Ming Wong, Deutschland/Türkei, 2011, 33 Min.

Aykan Safoğlu nimmt seine Freundschaft mit Nihad Nino Pušija zum Ausgangspunkt für Touching Feeling. Pušija hält seit Jahren die Welt um ihn herum mit seiner Kamera fest: das queere Leben in Kreuzberg, das Leben der Roma in Ex-Jugoslawien und in deutschen Geflüchtetenheimen; alltägliche Begebenheiten, aber auch Szenen der Flucht und Migration. Pušijas Fotografien bilden die Grundlage für den Film; Schicht um Schicht legt Safoğlu sie auf der schwarzen Leinwand frei, aus Ausgangslage einer Reflexion über seine Rolle als Beobachter, die Schönheit des Alltags, und den Bruch, den Krieg und Zerstörung in den 1990er Jahren auf dem Balkan hinterlassen haben.
Off-White Tulips ist ein fiktiver Dialog mit James Baldwin. Die Besuche des Schriftstellers in Istanbul dokumentierend, ist die Arbeit eine subtile Kritik von Rassismus, transnationalen Diskursen und LGBT-Politik.
Angst Essen ist eine Rekonstruktion des Films Angst essen Seele auf (1973) von Rainer Werner Fassbinder. Ming Wong spielt alle Rollen selbst und wechselt ständig zwischen Geschlechtern, Nationalitäten und Alter. Indem er die Dialoge in Deutsch spricht, einer ihm unbekannten Sprache, reflektiert er Fassbinders distanzierende Verwendung von Sprachstereotypen und markiert alle Protagonist:innen als „Andere”.
Biji Diva! ist eine Hommage an die transsexuelle türkische Popsängerin Bülent Ersoy. Zusammen mit seiner Mutter May Wong gab Ming Wong 2011 ein Live-Konzert und schlüpfte in die Rolle der bekannten Popdiva.

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Ming Wong erkundet die Grauzonen aktueller Debatten wie etwa die Konstruktion von Geschlecht, Sprache und Identität. Wong lässt sich von Spielfilmen und Popkultur inspirieren und setzt bekannte Zitate und Tropen in einen neuen Kontext. Er verbindet östliche und westliche mythologische Ideale und reflektiert dabei oft seine eigene Erfahrunge, in Singapur aufgewachsen zu sein, in London zu studieren und jetzt in Berlin zu leben.

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Datum:
15. Oktober 2020
Zeit:
20:00
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Kino: Von wegen „Schicksal”

Regie Helga Reidemeister BRD 1978
121 Min., OF

10. Oktober 2020 | 20:00

„Im Übrigen ist das sowieso eine Schweinerei!” Nach zwanzig Jahren Ehe lässt sich Irene Rakowitz von ihrem Mann scheiden, der ein paar Stockwerke tiefer wohnt. Sie kämpft für Selbstbestimmung und schleudert ihrer Tochter entgegen: „Wir ziehen Kinder auf, wir führen einen riesen Haushalt, wir bedienen den Mann. Für nichts! Und wenn wir geschieden werden, dann ist null-komma-nichts! Wenn ich als Dienstmädchen geh, dann mache ich dieselbe Arbeit. Hier bin ich ein Dienstmädchen für nichts!” Helga Reidemeister, die als Sozialarbeiterin vor Ort im Märkischen Viertel arbeitete, bleibt verwickelt in die schwierige Suche nach Unabhängigkeit und steht Irene meistens solidarisch, manchmal aber auch antagonistisch gegenüber. Die Frage, die im Raum steht: „Gut, ich hab mich scheiden lassen, jetzt habe ich meine Freiheit. Was mache ich nun damit?”

Regie: Helga Reisemeister, BRD 1978, 121 Min., OF

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10. Oktober 2020
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20:00
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Kurzfilme: Familie, Grenze, Trennung

Kurzfilme von Liang Ying und Sholeh Zahraei & Kamil Saldun. Im Anschluss Gespräch mit Shohel Zahraei und Kamil Saldun.

9. Oktober 2020 | 20:00

九月二十八日·晴 A Sunny Day:
Liang Ying, Fiction, Niederlande/Hong Kong 2016, 25 Min.

妈妈的口供 I Have Nothing To Say:
Liang Ying, Hong Kong/Taiwan 2017, 25 Min.

Granny’s Garden:
Sholeh Zahraei/Kamil Saldun, Zypern/Iran 2012, 5 Min.

Letters To Cyprus:
Sholeh Zahraei/Kamil Saldun, Zypern 2014, 22 Min.

Celluloid Me:
Sholeh Zahraei/Kamil Saldun, Zypern/Iran 2014, 3 Min.

The Olive Tree At The Border:
Sholeh Zahraei/Kamil Saldun, Zypern 2014, 6 Min.

Dieses Kurzfilmprogramm beschäftigt sich mit Exil, Trennung und über Grenzen verstreute Familien.
In A Sunny Day besucht eine junge Frau ihren Vater in seiner Wohnung in Hongkong. Sie hat ihn eine Weile nicht gesehen und versucht, mit ihm zu Mittag zu essen, bevor die Regenschirm-Bewegung einen kritischen Punkt erreicht.
In I Have Nothing To Say trifft sich eine chinesische Mutter mit ihrer im Exil lebenden Tochter aus Hongkong. Ausgehend von seinen persönlichen Erfahrungen im Exil erzählt der Regisseur Liang Ying eine bewegende Geschichte von einer Mutter und ihrer Tochter und schildert auf subtile Weise das politische Dilemma von Taiwan, Hongkong und China.
Granny’s Garden zeigt einen jungen Mann, der kurz vor seinem Tod Flashbacks in den Garten seiner Oma hat, wo Leben, Liebe, Natur und Hoffnung herrschten. Letters To Cyprus basiert auf der Brieffreundschaft, die die Mutter eines der Regisseure während des Krieges 1974 unterhielt. Nach 42 Jahren des Wartens auf Frieden kehrt eine Zypriotin in das Haus zurück, das sie verlassen musste. Celluloid Me ist ein poetischer Film über das Verlassen eines Körpers, die Verwandlung in andere Körper und den Wunsch, eins zu werden mit Wasser, Natur und Zelluloid.
The Olive Tree At The Border ist eine Reflexion über Zypern, Natur, Teilung, und einen Mann, der Grenzen überschreitet.

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Sholeh Zahraei wurde in Teheran geboren, wuchs in Berlin auf und studierte in Amsterdam und Zypern. Sie hat mit Regisseur:innen wie Abbas Kiarostami, Jafar Panahi, Bahram Beyzaie und Derviş Zaim zusammengearbeitet. 2016 nahm sie als Autorin und Regisseurin an Berlinale Talents teil. Seit 2011 hat sie mit Kamil Saldun mehrere experimentelle, fiktionale und dokumentarische Kurzfilme, Musikvideos und TV-Spots gedreht.

Kamil Saldun wurde in Famagusta (Zypern) geboren. Er schloss sein Studium an der Eastern Mediterranean University in Famagusta ab. Seit 2013 arbeitet Kamil als Film Editor. Sholeh und Kamil wurden ausgewählt, um an einer Filmemacherei teilzunehmen Workshop unter der Leitung von Abbas Kiarostami und sind Teil der Imago Mundi Luciano Benetton-Sammlung.

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Kurzfilme: Körper, Identität, Performance

Kurzfilme von Tao Hui und Monira Al Qadiri. Im Anschluss Gespräch mit Monira Al Qadiri.

8. Oktober 2020 | 20:00

谈身体 Talk About Body:
Tao Hui, China 2013, 4 Min.

德黑兰的黄昏 The Dusk of Tehran:
Tao Hui, China 2014, 4 Min.

演技教程 The Acting Tutorial:
Tao Hui, China 2015, 19 Min.

我们共同的形象 Joint Images:
Tao Hui, China 2016, 15 Min.

Wa Waila (Oh Torment):
Monira Al Qadiri, Kuwait 2008, 10 Min.

Rumors of Affluence:
Monira Al Qadiri, Kuwait 2012,​ 4 Min.

Abu Athiyya (Father of Pain):
Monira Al Qadiri, Kuwait 2013, 6 Min.

SOAP:
Monira Al Qadiri, Kuwait 2014,​ 8 Min.

In der Videoarbeit Talk About Body sitzt Tao Hui, der einen Hijab trägt, in einem Schlafzimmer und spricht über seinen Körper.
The Dusk of Tehran ist ein Reenactment der Rede, die Hong Kong’s Popstar Anita Mui bei ihrem Abschlusskonzert gehalten hat, durch eine persische Schauspielerin.
The Acting Tutorial bringt Laiendarsteller:innen für eine Probe von Extremsituationen zusammen.
Joint Images zeigt eine Live-Synchronisation von zehn zufällig ausgewählten TV-Clips und wirft so Fragen zum Verhältnis zwischen Massenmedien und Schauspiel auf.
Wa Waila (Oh Torment) ist ein auf einem alten kuwaitischen Volkslied basierendes surreales Musikvideo, in dem die Künstlerin die Rolle des männlichen Frontsängers übernimmt.
Rumors of Affluence adressiert die lange Geschichte von Korruption und Reichtum in Kuwait, indem die Spur von Gerüchten über den Börsencrash in den frühen 1980er Jahren bis hin zu neueren Skandalen verfolgt wird.
Abu Athiyya ist ein auf einem Klagelied des südirakischen Sängers Yas Khodhor basierendes Musikvideo. Auch hier spielt Al Qadiri die Rolle des Sängers, während sie gleichzeitig ein Messertanz-Ritual performt.
SOAP stellt TV-Seifenopern den Wanderarbeiter:innen gegenüber, die die luxuriösen Villen reinigen, in denen die Hauptfiguren leben.

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Monira Al Qadiri ist eine in Berlin lebende und in Senegal geborene Künstlerin aus Kuwait. Sie schloss mit einem PhD in inter-media art an der Tokyo University of the Arts ab, wo sie zur Ästhetik der Traurigkeit in Poesie, Musik, Kunst und religiösen Praktiken im Nahen Osten forschte. In ihrer Arbeit untersucht sie Geschlechtsidentitäten, Petrokulturen, und das Vermächtnis von Korruption.

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Datum:
8. Oktober 2020
Zeit:
20:00
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Kino: Manta Ray

Teil von un.thai.tled Film Festival Berlin 2020
Regie: Phuttiphong Aroonpheng Thailand 2018, 105 Min., OmeU

Im Anschluss Gespräch mit Koen de Rooij und Closing Party mit Southern Thai food

2. Oktober 2020 | 20:00

Filmvorführung im Rahmen von un.thai.tled Film Festival Berlin 2020

Regie: Phuttiphong Aroonpheng, Thailand 2018, 105 Min., OmeU

Im Anschluss Gespräch mit Koen de Rooij und Closing Party mit Southern Thai food.

In einem thailändischen Küstenstädtchen findet ein Fischer einen bewusstlosen, stummen Mann im Wald; womöglich einer der vielen Rohingya-Flüchtlinge aus Myanmar. Der Fischer nimmt ihn bei sich auf und gibt ihm den Namen Thongchai. Als der er eines Tages verschwindet, übernimmt Thongchai langsam dessen Leben, sein Haus, seinen Job. Anstatt die üblichen medialen Narrative um Rohingya-Flüchtlinge zu bedienen porträtiert der Film die vielschichtigen Dimensionen und Verhandlungen von Macht im Alltag.

Koen de Rooij ist Filmkurator mit einem Schwerpunkt auf Ost- und Südostasiatisches Kino und seit 2017 Teil der IFFR Kurzfilm Auswahlkommission. Er interessiert sich für die Bedeutung nationaler Grenzziehungen, Migration und kolonialer Vergangenheit. Er hat mit einem MA in Asian Studies und Media Studies an Leiden University abgeschlossen.

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Datum:
2. Oktober 2020
Zeit:
20:00
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