Digitales Archiv: „Sozialer Marmor“

Das dynamische Archiv soll festhalten, wie sich die belarussische Zivilgesellschaft entwickelte und wie gewaltlose Proteststimmungen entstanden. Der Künstler stellt sich die Aufgabe eine Zeitleiste zur Entstehung und Entwicklung des Protests und einen Glossar der neuen Zivilgesellschaft zusammenzustellen.

29. Oktober 2020 20. November 2020

„Sozialer Marmor“: dynamisches Archiv der neuen Zivilgesellschaft in Belarus

Sergey Shabokhin, ein belarussischer Künstler, der zwischen Posen und Berlin lebt, sammelt verschiedene mediale Materialien zu diesem Protest. Im Rahmen seines persönlichen Projekts „Sozialer Marmor“ in Berlin konzipierte er ein dynamisches Archiv, das innerhalb eines Monats von ihm und einer Gruppe von Assistenten als Gesamtinstallation zusammengestellt und veröffentlicht wird.

Das Archiv soll genau festhalten, wie sich die belarussische Zivilgesellschaft entwickelte, wie gewaltlose Proteststimmungen entstanden und zu einer organisierten friedlichen Revolution führten. Der Künstler stellt sich im Rahmen des Projekts die Aufgabe, täglich mit diversen Akteuren aus Belarus zu sprechen, eine Zeitleiste zur Entstehung und Entwicklung des Protests und einen Glossar der neuen Zivilgesellschaft zusammenzustellen. Das Archiv wird als eine Reihe von Texten, Fotografien, Begriffen, Zitaten, Referenzen sowie Daten in gedruckter Form auf eine architektonische П-Form Konstruktion aufgeklebt. Der gesamte Prozess wird live von einer Kamera aufgezeichnet. Parallel wird das Projekt mit täglichen Aktualisierungen in verschiedenen sozialen Netzwerken vorgestellt.

Zu verfolgen ist das Archiv im Schaufenster oder hier.

Details

Beginn:
29. Oktober
Ende:
20. November
Veranstaltungskategorien:
, ,
Veranstaltung-Tags:
, , ,
Website:
www.shabohin.com

Haus A (ehem. Apotheke)

Karl-Marx-Allee 1
Berlin, 10178

Vortrag: „Paraden / Proteste — Inszenierung und Aneignung“

8. Juli 2020 | 19:00 21:00

Vortrag mit Dr. Florian Göttke

Gesellschaftsordnung symbolisch im Stadtraum sichtbar machen. Dabei wird aus einem relativ beschränkten Repertoire theatraler Präsentationsformen geschöpft. Oft führen diese Märsche entlang bestimmter Routen von symbolische Bedeutung, welche im Laufe der Zeit auch angepasst und verändert werden konnte. So wird eine Geographie des Gedenkens und der Identität in den Stadtraum eingeschrieben. Protestmärsche und Demonstrationen sind die inoffiziellen Gegen-Praktiken, die Unrecht und Konflikte in der bestehenden Ordnung anprangern und Alternativen aufzeigen. Diese besetzen oft dieselbe symbolisch aufgeladene Geographie des Gedenkens und eignen sich etablierte Präsentationsformen an um diese zu untergraben. Im Berlin der Weimarer Republik war der Lustgarten der zentrale Ort für politische Protestkundgebungen. Nach dem Krieg inkorporierte die Ostberliner Regierung diese ursprünglich kritischen Traditionen in das offizielle Erinnerungsrepertoire und begann die symbolische Geographie nach
sozialistischen Maßstäben umzuformen. Diesen ideologischen Anpassungen fiel 1950 auch das Stadtschloss zum Opfer. Nach der Wende setzten ähnliche Prozesse unter anderen Vorzeichen ein, die unter anderem zur Rekonstruktion des Stadtschlosses führten. Anhand von Beispielen aus Berlin und anderen Ländern werden Prozesse wechselweiser Aneignung und Manipulation politischer Machtsymbole und -praktiken aufgezeigt. Dabei geht es nicht nur um die gebaute Umwelt, sondern auch um ephemere Formen der Präsentation und des politischen Ikonoklasmus.

Details

Datum:
8. Juli
Zeit:
19:00–21:00
Veranstaltungskategorie:
Veranstaltung-Tags:
, ,

Familienaktionen – Parents For Future

19. April 2020 | 14:00 18:00

Veranstaltungen sind bis auf Weiteres abgesagt, um die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen.

mehr Informationen (Stand 20.3.2020)


An diesem Nachmittag verbinden wir kindgerechte Aktionsangebote mit Denk- und Handel -Anstößen für eine klimagerechte Welt.

Wir – das sind die Parents for future Berlin, die sich Anfang 2019 aus der Elternschaft der bereits vorher aktiven Fridays for future gebildet haben. Immer noch verbunden mit den Aktionen und Zielen der Fridays sind unter uns längst nicht mehr „nur“ Eltern, sondern jede Art aktiver und bewegter Menschen, die sich für eine Zukunft mit einem menschlichen Klima (im doppelten Sinne …) engagieren.
Wir freuen uns soooo, dass wir hier im Haus der Statistik diese aktiven Treffen veranstalten können. Damit stützen wir gern auch alle klimafreundlichen Bemühungen der Initiativen rund ums Haus der Statistik.
Kommt dazu – mit Kind und Kegel.

WERKSTATT Haus der Statistik

Karl-Marx-Allee 1
Berlin, 10178 Deutschland
+ Google Karte anzeigen

Familienaktionen – Parents For Future

29. März 2020 | 14:00 18:00

Veranstaltungen sind bis auf Weiteres abgesagt, um die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen.

mehr Informationen (Stand 20.3.2020)


An diesem Nachmittag verbinden wir kindgerechte Aktionsangebote mit Denk- und Handel -Anstößen für eine klimagerechte Welt.

Wir – das sind die Parents for future Berlin, die sich Anfang 2019 aus der Elternschaft der bereits vorher aktiven Fridays for future gebildet haben. Immer noch verbunden mit den Aktionen und Zielen der Fridays sind unter uns längst nicht mehr „nur“ Eltern, sondern jede Art aktiver und bewegter Menschen, die sich für eine Zukunft mit einem menschlichen Klima (im doppelten Sinne …) engagieren.
Wir freuen uns so, dass wir hier im Haus der Statistik diese aktiven Treffen veranstalten können. Damit stützen wir gern auch alle klimafreundlichen Bemühungen der Initiativen rund ums Haus der Statistik.
Kommt dazu – mit Kind und Kegel.

WERKSTATT Haus der Statistik

Karl-Marx-Allee 1
Berlin, 10178 Deutschland
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