„Karl-Marx-Allee — Spuren Berliner Erinnerungspolitik“ Workshop mit Florian Göttke

9. Juli 2020 | 10:00 10. Juli 2020 | 18:00

In der Architektur und der Gestaltung des Stadtraums wird die Verfasstheit einer Gesellschaft, ihr politisches System und ihre Identität symbolisch sichtbar: als Selbstbild und Vorbild, beschreibend und vorschreibend. Gerade eingreifende politische Veränderungen ziehen auch Veränderung in der symbolischen Besetzung des Stadtraums nach sich. Florian Göttke benutzt visuelle Methoden des Forschens, Sammeln, Bild-Recherche, Montage, und Kommentierung, und verarbeitet das gefundene Bild- und Textmaterial zu argumentativen Assemblagen. In seinen Arbeiten „Löwen & Adler” (zur Zeit in der Ausstellung „Blinde Winkel” im Kunstverein am Rosa Luxemburg Platz zu sehen) und „Aufmarschwege” spürt Göttke Artefakten nach, die die politischen Brüche des 20. Jahrhunderts im Stadtraum Berlins zurückgelassen haben. „Aufmarschwege” hat die die Veränderungen auf der Stalinallee/Karl-Marx-Allee während des Kalten Krieges zum Thema und ausgehend von dieser Arbeit werden wir im Workshop die rezenten Entwicklungen und die anstehenden Veränderungen der Karl-Marx-Allee in Hinsicht auf die Erinnerungsgeschichte Berlins untersuchen. Während einer Ortsbegehung (Spaziergang), durch Archivsuche und Gespräche werden wir sammeln und montieren, frei assoziieren und kommentieren um zu einer polemischen Bestandpunkts- Momentaufnahme der gegenwärtigen Verfasstheit der Karl-Marx-Allee zu kommen.

Eingeschränkte Teilnehmerzahl deshalb bitte anmelden unter: mail@mitkunstzentrale.de

Ort: HdM/Mitkunstzentrale

Details

Beginn:
9. Juli | 10:00
Ende:
10. Juli | 18:00
Veranstaltungskategorie:
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urbanoSALON#12

5. September | 19:00 21:00

Komplement und Verstärker

Buchvorstellung und Diskussion

Beschreibung der Veranstaltenden

Immer häufiger bringen sich neue Akteure aus Kunst und Kultur in Prozesse der Stadtentwicklung ein und beteiligen sich mit eigenwilligen Mitteln an der Gestaltung von urbanen Räumen. Das ist kein Zufall, denn viele Herausforderungen der Stadtentwicklung fordern heute Fähigkeiten, die jenseits des klassischen Planungsinstrumentariums liegen. In welchem Verhältnis stehen Stadtplanung, künstlerische Praktiken und Kulturinstitutionen zueinander: Ergänzen sie sich lediglich oder verstärken sie sich gegenseitig?

Das Buch „Komplement und Verstärker“ (JOVIS) versammelt Positionen unterschiedlicher Disziplinen und möchte anregen, anders über Orte, Institutionen und Akteure, über Organisations- und Handlungsformen nachzudenken.

Es diskutieren:

  • Isabel Maria Finkenberger
  • Gabriele Schmitt (SRL)
  • N.N.

Der Eintritt ist frei

Der Abend ist eine Veranstaltung von urbanophil.net – Netzwerk für urbane Kultur e.V.


Haus A (ehem. Apotheke)

Karl-Marx-Allee 1
Berlin, 10178

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