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Objective Dialogues (Objektive Dialoge)

23. Juni 2021 | 15:00 19:00

Hauptziel unseres Projekts ist es, die Kluft zwischen den nachbarschaftlichen Realitäten der Wohnsiedlung KMAII (Karl-Marx- Alle, Abschnitt 2) und der anstehenden neuen städtebaulichen Nutzung des Haus-der-Statistik zu überbrücken. Darüber hinaus möchten wir das Bewusstsein für die Kulturgeschichte beider Communities schärfen und die Akteure, die sich derzeit in verschiedenen Lebensumlaufbahnen bewegen, wieder miteinander in Verbindung bringen. Wir stellen eine Situation her, in der die durch die Pandemie verringerte soziale Interaktion (insbesondere der KMAII Seniorinnen) überwunden wird. Unser digital-analoges Format nutzt physische Objekte aus der Anwohnerschaft (der alte Schrank, das Telefon, das Fotoalbum, etc.) als Auslöser für einen Dialog. Die Gegenstände befördern Gespräche über Werte, biografische Mikrogeschichten und kleine Geheimnisse. Die Spender geben ihren Gegenstand, aber auch ihr Wissen preis. Die neuen Nutzer überführen die Gegenstände in neue Lebenszyklen und erweitern die Geschichte zu einer gemeinsamen Objekt-Narrative. Unsere Hauptmotivation besteht darin, die durch die Pandemie verursachte soziale Distanzierung – besonders für Risikogruppen – durch neue Wege der Interaktion zu überwinden und dem Mangel an Kommunikationsangeboten ein Format entgegenzuhalten. Ein zentrales Motiv unserer Arbeit ist es, Interaktionen zwischen Gruppen zu inszenieren, die normalerweise nicht zusammenkommen oder Kommunikationsschwierigkeiten haben, da wir uns hierüber nachhaltige Effekte der Toleranzbildung, des gesellschaftlichen Zusammenhalts und der Perspektivenerweiterung erhoffen. In unserem Projekt möchten wir die Skepsis der jeweiligen Nutzer überwinden, indem sie an einer gemeinschaftlichen Geschichte arbeiten. Inspiriert werden wir durch das bestehende Format Gütermarkt, das wir seit 6 Jahren am ZK/U betreiben und das über das ursprüngliche Ziel einer kritischen Auseinandersetzung mit Konsumkultur hinausgeht. Es hebt die soziale Komponente des kollektiven Kunsthandwerks hervor, schlägt Brücken zwischen fragmentierten sozialen Gruppen und schafft ungewöhnliche Produkte aus „Abfall“. Wir betrachten den Gütermarkt als Ausgangspunkt, der sich für die Situation der HDSAnwohnerschaft gut adaptieren lässt.

Details

Datum:
23. Juni
Zeit:
15:00–19:00
Veranstaltungskategorien:
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Veranstaltung-Tags:
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Veranstalter

ZK/U
Webseite:
Veranstalter-Website anzeigen

Haus der Materialisierung (Haus E)

Berolinastraße 21
Berlin, 10178