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RED RUBBER BOOTS + THE BOY WHO RUSHED

4. März | 20:00 23:00

Triggerwarnung: Die Filme zeigen explizite Bilder von Ermordeten 

Im Anschluss Gespräch mit Borjana Gaković und Madeleine Bernstorff

Crvene gumene čizme
Red Rubber Boots
Jasmila Žbanić, Bosnien und Herzegowina 2000, 18 Min. OmeU

Als die beiden Kinder von Jasna im Bosnienkrieg von serbischen Soldaten entführt wurden, war ihre Tochter Ajla neun Monate und ihr Sohn Amar vier Jahre alt. Jasmila Žbanić begleitet sie, wie sie Jahre später nach diesem schrecklichen Ereignis die nach dem Krieg geöffneten Massengräber aufsucht, um die sterblichen Überreste ihrer Kinder zu finden. Ihre Körper müssten inzwischen verwest sein, sagt sie in einer kaum erträglichen Schlüsselszene, aber Amar hatte rote Gummistiefel an, die könnten überdauert haben.

Dečko kojem se žurilo
The Boy Who Rushed
Biljana Čakić-Veselič, Kroatien 2001, 52 Min. OmeU

Die Spurensuche der Regisseurin nach ihrem Anfang der 1990er Jahre im Kroatienkrieg verschwundenen Bruder ist zugleich der Versuch einer Rekonstruktion seiner Persönlichkeit. Was für ein Mensch war Ivan und wie lebt er in den Erinnerungen derer weiter, die ihn geliebt und gekannt haben? Auf ihrer Suche findet Čakić-Veselič unzählige Spuren der Zerstörung: In Gärten verlassener Häuser liegen Gebeine, vereinzelte Knochen, ein Massengrab. Auf verstörende Weise erfahren wir vom Alltag der Überlebenden, die während der Feldarbeiten menschliche Schädel und Knochen auffinden. Erst neun Jahre nach Beginn der Filmarbeit können die sterblichen Überreste von Ivan identifiziert werden.

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