Workshop zu Urban Commons in Berlin

Am 26. 10. 2016, von 16 – 20 Uhr, wird ein Workshop zu Urban Commons stattfinden. Wir möchten die Situation von Urban Commons, sowie funktionierende und mögliche Strategien für deren Entwicklung besprechen. Der Workshop findet im Rahmen der Akademie der ZUsammenKUNFT, in der ZUsammenKUNFT, Stresemannstraße 95 (16. Stock/ Kaminzimmer) statt. Ihr seid herzlich eingeladen, daran teilzunehmen.

Für den Workshop haben bisher zugesagt:

  • Jochen Becker, Metrozones, Kunst im Untergrund
  • Marco Clausen, Prinzessinnengarten
  • Frauke Hehl
  • Ela Kagel, Supermarkt
  • Mary Dellenbaugh
  • Florian Schmidt, Atelierbeauftragter für Berlin, Initiative Haus der Statistik, Initiative Stadt Neudenken, Bauhütte Südliche Friedrichstadt, Urbanitas Berlin Barcelona
  • Kondrad Braun, Hidden Insititute, open Berlin
  • Laura Bruns, StadtstattStrand
  • Sebastian Quack, invisible playground / playful urban commons
  • Organsiation und Moderation: Sophie Bloemen, Commons Network und Markus Bader, raumlaborberlin / Akademie der ZUsammenKUNFT, Till Gentzsch, Commons Network, Uni Witten-Herdecke

Es wird zwei, jeweils eineinhalbstündige Gesprächsrunden geben:

  1. Zur Liegenschaftspolitik
  2. Zum Regelwerk und den Hindernissen für Initiativen im öffentlichen Raum

Der Workshop ist als ergebnisorientiertes Arbeitstreffen geplant. Für eine konzentrierte Atmosphäre möchten wir mit max ca 20 Teilnehmenden diskutieren. Drum bitte ich um Anmeldung unter urbanpractice@raumlabor.org . Wie ihr wisst braucht es für das Modellprojekt die persönliche Anmeldung.

Workshop zu Urban Commons in Berlin

Visionen, Werkzeuge, Strategien und policies für mehr Commons in Städten

Commons sind ein sich selbst organisierendes soziales System, durch das Gemeinschaften ihre Ressourcen organisieren – ohne oder wenig beeinflusst durch marktwirtschaftliche Prozesse oder den Staat (Bollier). Bei Commons geht es um Tätigkeiten, darum etwas gemeinsam zu unternehmen. Weil es sich um eine andauernde soziale Unternehmung handelt, sind Commons nie bloß produktförming.

Oft stärken Urban Commons sozialen Zusammenhalt, ökologischer Nachhaltigkeit, das Entstehen von heterogenen Gemeinschaften, die Wiederbelebung des öffentlichen Raums. Das eröffnet eine neue, transformierende Perspektive auf zeitgenössisches Zusammenleben in der Stadt. Für Urban Commons-Projekte gibt es jedoch bisher wenig Aufmerksamkeit, von Menschen die nicht direkt daran beteilig sind und wenig Unterstützung durch die Politik.

Wir möchten daher erfolgreiche Strategien und Politikmaßnahmen (policy tools) sammeln, mit denen die Urban Commons weiterentwickelt und besser geschützt werden können. Es geht uns dabei um Strategien und Politikmaßnahmen (policy tools), die konkret sind und gegebenenfalls auch auf andere Städten übertragbar. Wie können die Verfasstheit und der Wert von Urban Commons-Iniatiativen institutionell und rechtlich besser anerkannt werden? Was brauchen Urban Commons an politischem Support?

Mit herzlichen Grüßen

Markus Bader, Raumlabor: mb@raumlabor-berlin.de
Sophie Bloemen, Commons Network: sophie@commonsnetwork.eu