Akademie der ZUsammenKUNFT

Die Akademie ist eine Plattform zum Austausch von künstlerischen Praxen und anderen Wissensformen. Sie ist Teil der Aktivitäten der Initiative Haus der Statistik im Kontext der Bestrebungen ein Zentrum für Geflüchtete – Soziales – Kunst – Kreative und kommunale Demokratie im ehemaligen Haus der Statistik direkt am Alexanderplatz in Berlin einzurichten.

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Künstler_innen der freien Szene, Neu-Berliner_innen und Alt-Berliner_innen, universitäre Seminargruppen, Initiativen und Vereine, die sich mit den Themen Flucht bzw. Migrationsgesellschaft, Stadtentwicklung, integratives Wohnen, (selbstorganisierte / institutionelle) Bildung und Kunst oder Schnittmengen dieser Themen beschäftigen, sind eingeladen, ihre Fragen und Kenntnisse, ihre spezifischen Fähigkeiten und künstlerischen Praxen im öffentlichen Raum und in benachbarten Einrichtungen des Haus der Statistik zu vermitteln.

Die Akademie ist einem progressiven Begriff kultureller Bildung verpflichtet und knüpft an die Praxis kontextspezifischer Selbstbildungsinitiativen an, wie aktuell die open schoool in Wien (http://www.openschoool.org) oder historisch die VolxUnis in verschiedenen westdeutschen Städten.

Die Spielorte der Akademie und ihre Aktivierung und Konzeption sind integraler Bestandteil der Akademiearbeit, sie sind Ausdruck der Bestrebungen das Haus der Statistik in eine polivalentes und synergetisches Zentrum für Geflüchtete – Soziales – Kunst – Kreative und kommunale Demokratie zu verwandeln und dabei als offene Institution, entgrenzt unter Einbeziehung aller Interessierten in Nachbarschaft und Stadtgesellschaft, zu arbeiten. Spielorte sind neben der vor dem Haus der Statistik zu errichtenden public studios der Öffentliche Raum, benachbarte öffentliche Institutionen und Räume von Partnerorganisationen in der Stadt. Die Spielorte entwickeln sich mit den Formaten der Akademie: Formate werden für Spielorte entwickelt und Spielorte werden für bestimmte Formate ausgewählt. Agenten der Spielorte, also Eigentümer, Betreiber und Mieter die die Kontrolle über diese Orte haben, werden zu Partnern auf inhaltlicher und genehmigungsrechtlicher Ebene. Der soziale Kontext eines Spielortes wird Teil des an und in ihm exerzierten Programmformats.

Analog zur Projektentwicklung für das Haus der Statistik ist auch der Prozess der Programmentwicklung der Akademie ein partizipativer und partnerschaftlicher. Umsetzer des Programms sind die Mitgliedsorganisationen der Initiative Haus der Statistik, das Netzwerk der Initiative und benachbarte Institutionen. Zentral ist die Rolle der Kunstszene Berlins und mit den Themen des Haus der Statistik arbeitende zivilgesellschaftlichen Initiativen. Alle Akteure die Interesse an einem selbstorganisierten Austausch im Rahmen der Themenstellungen und Formate des Kunstprojektes Akademie der ZUsammenKUNFT sind eingeladen das Programm mitzugestalten.

Das Programm
Das Programm der Akademie der ZUsammenKUNFT, wird aus folgenden strukturgebenden Prinzipien geformt.

Themen
Die Aktivitäten der Akademie sollen sich mit den Themen Flucht bzw. Migrationsgesellschaft, Stadtentwicklung, integratives Wohnen, (selbstorganisierte / institutionelle) Bildung und Kunst oder Schnittmengen dieser Themen beschäftigen.

Künstlerische Formate
Künstlerische Aktivitäten sollen sich an folgenden Formaten orientieren.
– künstlerische Führungen
– Performative und ephemer gestalterische Interventionen
– Künstlergespräche

Diskursive Formate
Unter diskursiven Formaten werden Aktivitäten verstanden die Wissen vermitteln, generieren und in Austausch bringen, einschließlich handwerklicher Praktiken. Diskursive Aktivitäten sollen sich an folgenden Formaten orientieren
– Führungen / Spaziergänge
– offene universitäre oder selbstorganisierte Seminare und Vorträge
– Workshops und Werkstätten
– Coworking

Handreichung Spielen und Sprechen, Zielgruppen
Eine wichtige Zielgruppe sind die Haushalte und Familien in der Nachbarschaft des Haus der Statistik. Die Aktivitäten der Akademie sollen auch Nachbarn zugänglich sein und zwar aller Altersklassen. Daher soll eine substantieller Anteil aller Aktivitäten unter dem Motto „Die Nachbarschaft spielend gewinnen“ sich mit spielerischen Methoden an Kinder und Jugendliche wenden. Hierzu wird eine Kooperation mit lokalen Bildungs- und Jugendeinrichtungen angestrebt.

AkademieFonds
Durch einen AkademieFonds mit knapp 10.000€ soll die Umsetzung von künstlerischen Formaten unterstützt. Pro Aktivität sollen nicht mehr als 350€ ausgeschüttet werden. Die rein diskursiven Formate können aus dem AkademieFonds nicht finanziell unterstützt werden, werden jedoch von der Akademie aktiv eingeladen und betreut. Es wird davon ausgegangen, dass vor allem bereits finanzierte und geplante diskursive Aktivitäten an die Akademie andocken.

Die Akteure
Die Umsetzung der Akademie wir von zwei Gremien geleistet: dem kuratorischen Team und dem AkademieRat.

Kuratorisches Team
Das kuratorische Team hat die Aufgabe das Projekt organisatorisch und inhaltlich zu steuern. Es wird von einem Koordinator unterstützt. Die Mitglieder des kuratorischen Teams sollen eigene Aktivitäten durchführen und diskursive Formate aquirieren und begleiten. Sie bilden die Jury für den AkademieFonds.

Mitglieder des kuratorischen Teams “Akademie der ZUsammenKUNFT” am Haus der Statistik:
– Stadt Neudenken e.V. (vertreten durch Florian Schmidt und Maria Munoz Doyos)
– Institut für Kunst im Kontext, Universität der Künste Berlin (vertreten durch Claudia Hummel, wissenschaftliche Lehrkraft für besondere Aufgaben)
– Fachgebiet für Städtebau und Urbanisierung, CUD, TU Berlin (vertreten durch Open Berlin e.V.)
– Raumlabor Berlin (vertreten durch Andrea Hofmann und Markus Bader)

AkademieRat
Der AkademieRat ist ein offenes Plenum aller die an der Akademie mitwirken wollen, also Formate selber umsetzen wollen bzw. Ideen für Formate haben, die andere umsetzen könnten. Mitglieder des AkademieRats können Mittel aus dem AkademieFonds beantragen wenn sie künstlerische Formate umsetzen wollen. Der AkademieRat soll Ort der Weiterentwicklung und gemeinschaftlicher Evaluation der Akademie sein. Er wird regelmäßig vom kuratorischen Team bzw. der Koordination einberufen. Die Sitzungen des AkademieRats sind Teil des Programms der Akadmie und können als diskursives Format (Workshop) an verschiedenen Akademie-Spielorten stattfinden.

Die Raumnahme
Programmatisches Element der Akademie ist die Raumnahme um das Haus der Statistik herum. Ziel ist es, im öffentlichen Raum Austauschsituationen zu schaffen, ja geradezu zu provozieren. In Kooperation mit dem Fachbereich Szenischer Raum/Bühnenbild der TU Berlin werden die baulichen und künstlerischen Strukturen für punktuelle Interventionen und die public studios entwickelt und umgesetzt.

Punktuelle Interventionen (im öffentliche Raum und in Institutionen)
Starter und Basisformat der Akademie sind punktuelle  Interventionen künstlerischer und diskursiver Art die mit keinen (Führung) oder sehr sparsamen physischen Objekten agieren. Physische Objekte wie Stühle, Tische, Sonnenschutz, Flippboards oder die Sichtbarkeit von Aktivitäten erhöhende Objekte wie Fahnen, Transparente etc. werden in einem Lieferwagen der vor Ort geparkt ist aufbewahrt und können für verschiedene Aktivitäten eingesetzt werden. Punktuelle Interventionen finden auch in den Räumlichkeiten von Partnerorganisationen statt bzw. beim Pilotprojekt Stresemannstraße 95, dem Pilotprojekt der ZUsammenKUNFT.

Public studios am Haus der Statistik
Physischer Ausgangspunkt der Akademie sind die „public studios am Haus der Statistik“ – eine benutzbare künstlerische Installation im öffentlichen Raum. Bezugnehmend auf Architekturformen des öffentlichen Austauschs aber auch der konzentrierten Zusammenarbeit beherbergt die Installation Flächen zur Zusammenkunft für kleinere und größere Gruppen. Die public studios werden vom ersten Tag der Akademie an als gemeinschaftlicher Imaginations-, Bau- und Nutzungsprozess ins Leben gerufen. Zu Beginn im Rahmen punktueller künstlerischer Interventionen, werden durch Markierungen die physischen und inhaltlichen Fundamente der public studios gelegt. Später, wenn alle Genehmigungen erteilt sind, soll der Bau kollektiv durchgeführt werden und schließlich eine selbstverwaltete Betriebsstruktur vom kuratorischen Team und AkademieRat aufgebaut werden.

Evolution der Akademie durch modulare Elemente
Eine Aufgabe der public studios wird es sein in Gruppen modulare Artefakte zu entwickeln, die für punktuelle Aktionen oder als temporär fixierte künstlerische Interventionen den Öffentlichen Raum um das Haus der Statistik einnehmen und beleben. Aufgebaut werden soll ein variables architektonische Setting, basierend auf dem skulpturalen Eigensinn einer jeden Gruppe der public studio. Die Basisskulptur der public studios erfährt eine Vielzahl an Variationen ihrer selbst. Die Kontur der Akademie der ZUsammenKUNFT am Haus der Statistik mäandert im nachbarschaftlichen öffentlichen Raum. Ihre Grenzen sind nicht mehr auszumachen.

Die Akademie der ZUsammenKUNFT wird gefördert aus Mitteln er Senatskanzlei für Kulturelle Angelegenheiten Berlin

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