Zusammenfassung

Pandemie-Vorsorge Corona-Virus: Alle Formate der Mitwirkung finden auch im neuen Jahr bis auf weiteres digital statt.

WERKSTATT: Aufgrund des aktuellen Lockdowns bitten wir derzeit um digitale Kontaktaufnahme. In dringenden Fällen ist jemand aus unserem Team vor Ort erreichbar.

Kontakt:
werkstatt@hausderstatistik.org
pioniernutzung@hausderstatistik.org
 

Über unseren Newsletter, im Programmflyer, sowie im Veranstaltungskalender findet ihr Hinweise zum aktuellen Programm während Corona! Für digitale oder verschobene Veranstaltungen im Rahmen der Pioniernutzungen bitte direkt an die jeweiligen Veranstalter:innen wenden.

Aktuelle Formate der Mitwirkung:

Tag der Städtebauförderung – Schaufenster HdS, Samstag, 8.05.2021
PlanTisch, Dienstag, 25.05.2021 

Pressemitteilung: Bezirk Berlin-Mitte mit dem Bundespreis KOOP.STADT ausgezeichnet

Wir sind KOOP.STADT!

Der Bezirk Mitte von Berlin ist Preisträger beim Bundespreis Kooperative Stadt

 

Vorbildliche Beispiele einer Zusammenarbeit von Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft wurden am 4. Mai vom Bundesministerium des Innern, Bau und Heimat mit dem Bundespreis kooperative Stadt ausgezeichnet. Prämiert wurden Kommunen, die rechtliche, politische und institutionelle Instrumente etabliert haben, damit Vereine, Nachbarschaftsgruppen und soziokulturelle Akteure besser an der Stadtentwicklung mitwirken können. Der Bundespreis rückt dadurch das zivilgesellschaftliche Engagement ins Blickfeld der Öffentlichkeit und unterstreicht die Bedeutung kreativer Stadtmacher:innen.

 

Als eine:r von insgesamt dreizehn Preisträger:innen hat der Bezirk ein Preisgeld in der Höhe von 15.000 € erhalten. 

 

Der Bezirk Mitte hatte sich mit zwei Instrumenten der kooperativen Stadtentwicklung für den Preis beworben, die im Rahmen des Projektes Haus der Statistik am Alexanderplatz zur Anwendung kommen. Zum einen bildet die regelmäßig fortgeschriebene Kooperationsvereinbarung die Grundlage der gesamten Projektentwicklung mit den vier Kooperationspartner:innen Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH, BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH sowie ZUsammenKUNFT Berlin eG. Zum anderen wurden in der Planungsphase sogenannte Pioniernutzungen aus den Bereichen Kunst, Kultur, Bildung, Soziales und Nachbarschaft eingeführt, um das geplante Miteinander des zukünftigen Quartiers zu erproben. Damit wird der programmatischen Zielsetzung der Kooperationspartner:innen ein vielfältiges und langfristig bezahlbares Nutzungsangebot für Stadt, Kiez und Nachbarschaft zu jeder Phase der schrittweisen Quartiersentwicklung entsprochen.

 

Ephraim Gothe, Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung, Soziales und Gesundheit: “Der Bezirk freut sich sehr über die Auszeichnung und nimmt sie stellvertretend für die Kooperationspartner:innen entgegen, die sich ihrerseits sehr intensiv für kooperative Stadtentwicklung einsetzen. Gleichzeitig verstehen wir den Preis als Ansporn, in Zukunft noch mehr Projekte mit kooperativem Anspruch umzusetzen.”

 

Regula Lüscher, Senatsbaudirektorin und Staatssekretärin der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen: „Das Land Berlin hat das Grundstück nicht zum Höchstpreis vergeben, sondern das beste Konzept gesucht. Dieser Paradigmenwechsel wurde belohnt durch wahnsinnig engagierte Menschen, die Arbeiten, Wohnen, Kultur und Soziales bunt ineinander verweben und daraus schöne, ökologische und innovative Architektur kreieren. Frei nach dem Motto: „Erhalten statt Abreißen“ wird neben einem Hotspot der hochpreisigen Immobilienentwicklung das Haus der Statistik erhalten und damit dem Erbe der DDR-Moderne neues Leben eingehaucht. Das ist ökologisch und identitätsstiftend. Geradezu exemplarisch wird vorgeführt, wie gemeinsam Stadt machen geht. Sehr unterschiedliche Partner:innen haben miteinander und nicht übereinander geredet und sich zu einer Koop5 zusammengeschlossen. Das ist die Grundlage von Pionierarbeit. Ich werde mich weiterhin einsetzen, dass davon mehr entsteht!“

 

Christina Geib, Geschäftsführerin der WBM: „Als Kooperationspartner für den Wohnungsbau wird die WBM am Haus der Statistik 300 bezahlbare Wohnungen in der Innenstadt bauen. Wir bringen zudem unsere Expertise bei neuen Wohnformen ein. Aber wir lernen auch von unseren Partner:innen und sind stolz darauf, Teil dieses weit über Berlin hinaus beachteten Modellprojekts zu sein.“

 

Sven Lemiss, Geschäftsführer der BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH: „Als Immobiliendienstleister des Landes Berlin geben wir Raum für Stadtmacher:innen. Bei immer mehr Konzepten in Berlin sehen wir die Synergie- und Lerneffekte von Kooperationen, bei denen auch die Zivilgesellschaft eine starke Stimme hat. Am Modellprojekt Haus der Statistik entwickeln wir in entsprechend enger Abstimmung mit allen Partner:innen der Koop5 ein gemeinwohlorientiertes Quartier mit deutschlandweitem Vorbildcharakter.“

 

Nina Peters, Vorständ:in der ZUsammenKUNFT Berlin eG: „Seit 2019 erproben die Pioniernutzungen im Kleinen, was im Großen entstehen soll. Durch Alltagspraxis und Aneignungsprozesse werden Räume erkundet, gemeinschaftliche Strukturen geschaffen, experimentiert und verhandelt. Besonders danken möchten wir an dieser Stelle den zahlreichen Akteur:innen, die sich innerhalb der Pioniernutzungen engagieren und mit viel Herzblut, Kreativität und Gemeinschaftssinn heute schon erfahrbar machen, wie die Zukunft des neuen Quartiers aussehen kann. Wir freuen uns sehr, dass der kooperative Weg einer gemeinwohlorientierten Quartiersentwicklung am Haus der Statistik Anerkennung findet und hoffen, dass die Pioniernutzungen in langfristig gesicherte und bezahlbare Räume überführt werden können.“

 

Der Preis wurde ausgelobt im Rahmen der Nationalen Stadtentwicklungspolitik, einer Gemeinschaftsinitiative von Bund, Ländern und Gemeinden. Gesucht waren Kommunen ab 10.000 Einwohnern, die auf verschiedenen Ebenen und in unterschiedlichen Fachbereichen mit zivilgesellschaftlichen Akteuren zusammenarbeiten. Bewerben konnten sich alle Kommunen mit laufenden sowie bereits umgesetzten Kooperationsprojekten der Stadtentwicklung. 

 

Neben der Auszeichnung mit dem Label selbst und den Geldpreisen entsteht eine Publikation mit einer Übersicht über neue Instrumente der Kooperation. Diese wird Mitte September dieses Jahres veröffentlicht und kann kostenlos über das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung bezogen werden.

 

Weitere Preisträger:innen sind: Kiel, Mannheim, Aachen, Halle/Saale, Nürnberg, Dinslaken, Tübingen, Schwerte, Landau (Pfalz), Dessau-Roßlau, Wittenberge, Eltville am Rhein.

 

Weitere Informationen zum Bundespreis unter www.koop-stadt.de

 

 

Pressemitteilung des Bezirks Berlin-Mitte, 4. Mai 2021

Bild: Making Futures Summer School, Lena Giovanazzi 

Pressemitteilung: Berlin erhält 3,27 Millionen Euro vom Bund fürs Modellprojekt Haus der Statistik

Im Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“ konnte sich das Projekt „Kuratierte Erdgeschossflächen im Haus der Statistik“ durchsetzen.

Große Freude bei den Partnern der Koop5 – der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, dem Bezirksamt Berlin-Mitte, der WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH, der BIM sowie der ZUsammenKUNFT Berlin eG: Im Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“ konnte sich das Projekt „Kuratierte Erdgeschossflächen im Haus der Statistik“ durchsetzen. Berlin erhält hierfür vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat eine Bundesförderung in Höhe von 3,27 Mio. €, die mit 1,63 Mio. € vom Land ergänzt wird. Es ist bereits das zehnte Mal, dass ein von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen vorgeschlagenes Projekt im Rahmen des Bundesprogramms ausgezeichnet wird.

Regula Lüscher, Senatsbaudirektorin und Staatssekretärin bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen: „Ich freue mich sehr, dass der Bund mit dem Haus der Statistik ein Projekt des Landes Berlin ausgewählt hat, das mittels neuer Kooperationsformel und einer breiten Mitwirkung der Zivilgesellschaft Flächen für einen Nutzungsmix aus Kultur, Bildung, Sozialem, öffentlicher Verwaltung und bezahlbarem Wohnraum schafft. Gemeinsam mit unseren Partner:innen setzen wir an diesem Standort wichtige Impulse für eine solidarische, nachhaltige und innovative Stadtentwicklung.“

Das ehemalige Haus der Statistik in Berlin wird zum Ausgangspunkt für die Entwicklung eines resilienten urbanen Stadtbausteins mit einer besonderen programmatischen Vielfalt. Im Bestand und durch ca. 65.000 m² Neubau entsteht Raum für Kunst, Kultur, Soziales und Bildung, bezahlbares Wohnen sowie ein neues Rathaus für den Bezirk Mitte und kommunale Verwaltungsnutzungen. Den Erdgeschossen ist dabei eine besondere Rolle vorbehalten: Sie sichern vielfältige, bezahlbare, flexible Raumangebote als offene Schnittstellen zwischen Innen und Außen. Um das geplante Miteinander des zukünftigen Quartiers prozessual zu erproben, wurden in der Planungsphase sogenannte Pioniernutzungen eingeführt. Gegenstand des geförderten Nationalen Projektes ist die dauerhafte Überführung dieser gemeinwohlorientierten Nutzungen durch Herrichtung ausgewählter Bestandsflächen im Erdgeschoss, sowie den Anbau zusätzlicher Erdgeschoss-Flächen an den Bestand.

Damit wird der Zielsetzung – ein vielfältiges und langfristig bezahlbares Nutzungsangebot für Stadt, Kiez und Nachbarschaft – zu jeder Phase der schrittweisen Quartiersentwicklung Sorge getragen.

Über das Bundesprogramm Nationale Projekte des Städtebaus fördert der Bund seit 2014 jährlich investive und konzeptionelle Vorhaben mit besonderer nationaler bzw. internationaler Wahrnehmbarkeit, mit hoher baukultureller Qualität, überdurchschnittlichem Investitionsvolumen sowie Projekte mit hohem Innovationspotenzial. Bisher sind damit 193 Projekte des Städtebaus mit Bundesmitteln in Höhe von 596 Mio. Euro in das Programm aufgenommen worden. Ab 2021 werden 24 Projekte für zukunftsweisende Stadtentwicklung mit insgesamt rund 75 Millionen Euro vom Bund gefördert. Auf die Förderung hatten sich 98 Städte und Gemeinden aus ganz Deutschland beworben.

Pressemitteilung: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen und Bezirk Berlin-Mitte starten innovatives Partizipationsverfahren fürs Rathaus der Zukunft

Auf dem Areal des Modellprojektes Haus der Statistik soll bis 2031 ein neues „Rathaus der Zukunft“ für den Bezirk Berlin-Mitte entstehen. Im Auftrag der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen und des Bezirksamtes Berlin-Mitte startet dafür am 18. Januar 2021 ein digitales Beteiligungsverfahren: Die Bürger*innen sollen sich mit ihren Ideen beteiligen – zu Fragen der Architektur, der Interaktion mit einer modernen Verwaltung, der Zugänglichkeit eines „Rathauses der Zukunft“ als öffentlichen Ort sowie zu den Werten, die das neue Gebäude symbolisieren soll.

Im Auftrag der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen und des Bezirksamtes Berlin-Mitte startet in Kürze ein einzigartiges digitales Beteiligungsverfahren für das neue Rathaus Berlin-Mitte. Vom 18.01. bis zum 12.03.2021 können sich die Bürger:innen über die Website www.stimmenaufknopfdruck.de direkt in die Unterhaltung über das neue „Rathaus der Zukunft“ für Berlin-Mitte einschalten – einfach per Sprachnachricht. Der Kanal ist dabei mittels Textfunktion auch für Hörgeschädigte barrierefrei gestaltet.

Regula Lüscher, Senatsbaudirektorin und Staatssekretärin in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen Berlin: „Besonders in Zeiten der Pandemie wollen wir den Gesprächsfaden mit der Stadtgesellschaft über die Entwicklung des Modellprojektes Haus der Statistik nicht abreißen lassen und setzen daher konsequent auf die Vorteile von digitaler Partizipation: Das Projekt „Stimmen auf Knopfdruck“ verfolgt einen niedrigschwelligen Ansatz für Beteiligung, indem Bürger:innen ihre Ideen für das neue Rathaus Berlin-Mitte unkompliziert per Sprachnachrichten einsenden können. Das Projekt will vielfältige Impulse aus der Stadtgesellschaft aufnehmen und so einen öffentlichen Ort für alle schaffen“.

In einem ersten städtebaulichen Entwurf durch die Architekturbüros Teleinternetcafé und Treibhaus für das Areal in unmittelbarer Nähe zum Alexanderplatz ist der Rathausneubau zugänglich über die Otto-Braun-Straße vorgesehen. Für die weitere Ausgestaltung soll sich 2021 ein Architekturwettbewerb anschließen. Dieser Prozess wird durch das nun stattfindende Beteiligungsverfahren vorbereitet.

Stephan von Dassel, Bezirksbürgermeister von Berlin-Mitte: „Wir hoffen auf eine breite Beteiligung unserer Bürger:innen, was sie sich von einem Rathaus der Zukunft wünschen. Angesprochen ist die gesamte Stadtgesellschaft, insbesondere die unmittelbare Nachbarschaft, die zukünftigen Nutzer:innen des Rathauses, Fachexpert:innen, und Gründer:innen sowie Aktive innerhalb der Initiative Modellprojekt Haus der Statistik. Wir wollen von ihnen wissen: Wie sollte das Gebäude gestaltet sein? Wie sollte die Interaktion mit einer modernen Verwaltung Platz finden? Welche Möglichkeiten für weitere Aktivitäten sollte das Rathaus Berlin-Mitte den Bürger:innen bieten? Und welche Werte sollte das neue Rathaus verkörpern? Wir wünschen uns ein Rathaus mit Zukunftscharakter.“

Eröffnet wird das Beteiligungsverfahren am 18.01.2021 mit einer öffentlichen digitalen Kick-off-Veranstaltung. Die Anmeldung zum Event sowie weitere Informationen finden Sie unter: www.governance-platform.org/stadtentwicklung/stimmenaufknopfdruck.

Teilnehmer:innen der Diskussion sind Manfred Kühne, Leiter der Abteilung Städtebau und Projekte in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, Ephraim Gothe, Bezirksstadtrat Abteilung Stadtentwicklung, Soziales und Gesundheit sowie stellvertretender Bezirksbürgermeister im Bezirk Berlin-Mitte, Prof. Dr. Tatjana Schneider, Leiterin des Instituts für Geschichte und Theorie der Architektur und Stadt an der Technischen Universität Braunschweig, und Franziska Schreiber, Mitarbeiterin am Städtebau-Institut der Universität Stuttgart. Die Moderation übernimmt Daphne Büllesbach, Geschäftsführerin der HUMBOLDT-VIADRINA Governance Platform.

Alle eingesendeten Sprachnachrichten werden anschließend mit sozialwissenschaftlicher Methodik ausgewertet und visuell aufbereitet sowie in einer Reihe kurzer Podcasts vertont. Die Ergebnisse des Beteiligungsverfahrens werden im März 2021 in einem Bericht zusammengefasst und sowohl für den weiteren Planungsprozess zur Verfügung gestellt als auch auf der Website www.stimmenaufknopfdruck.de veröffentlicht.

„Stimmen auf Knopfdruck“ ist ein Gemeinschaftsprojekt der HUMBOLDT-VIADRINA Governance Platform gGmbH, der ZUsammenKUNFT Berlin eG und der Medienagentur FREIHEIT Gruppe GmbH im Auftrag der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen sowie des Bezirksamtes Berlin-Mitte.

Download der Pressemitteilung, 14.01.2021 ( PDF 77 KB)

Kontakt

Presseabteilung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen
Katrin Dietl, Pressesprecherin
Fehrbelliner Platz 4, 10707 Berlin
Fernruf: (030) 90139 4040
Fax: (030) 90139 4041
E-Mail: pressestelle@sensw.berlin.de

Hello 2021!

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Farbenfrohe Erinnerung an den KO-Markt letzten Herbst, Bild: Raquel Goméz

Bye Bye 2020. Hello 2021! –  Auch das Modellprojekt ist gut ins neue Jahr gerutscht. Und das ist wichtig, denn dieses Jahr stehen für das Modellprojekt Haus der Statistik eine ganze Reihe von entscheidenden Schritten an. Doch zunächst ein paar Hinweise zur aktuellen Situation und wie es im Januar bei uns weitergeht:

Wir als WERKSTATT Team bitten derzeit um digitale Kontaktaufnahme, da wir aufgrund des Lockdowns nur eingeschränkt vor Ort sind. Ihr erreicht uns für Fragen zum Modellprojekt, Hinweise zu Veranstaltungen, Nutzungsinteresse und generellen Anfragen per Mail unter werkstatt@hausderstatistik.org und pioniernutzung@hausderstatistik.org.

Im Januar finden keine Formate der Mitwirkung oder Pioniernutzungen vor Ort statt, über die digitalen Veranstaltungen könnt ihr euch in unserem Kalender informieren. Wir hoffen, dass wir ab Februar eine Neu-Auflage des KO-Markts gemäß der Infektionsschutzbestimmungen durchführen können. Dazu arbeitet das Team Pioniernutzung gerade an dem Format KO-Markt RESILIENT.

Als Format der Mitwirkung geht unsere Serie der PlanTische zu der aktuellen Phase der Bedarfpslanung für Haus A und den kuratierten Erdgeschosse in die nächste Runde. Zum ersten PlanTisch am 26.01. in diesem Jahr findet ihr weitre Hinweise im Veranstaltungslink im Kalender. Auch das Café Statistik als offenes Gesprächsformat für alle Fragen und Interessen rund um das Modellprojekt wird wieder eingeführt – hier findet das erste digitale Café der Statistik am 01.02.  statt. Und unsere Kooperationspartner vom Bezirk Mitte und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen starten ab kommenden Freitag, 18.01., das digitale Partizipationsverfahren für das „Rathaus der Zukunft.“

Was steht noch im Jahr 2021 an? Ob Verwaltungsverfahren, politische Entscheidungen oder
Organisationsentwicklung, viele der Projektbausteine im Modellprojekt gehen dieses Jahr in eine neue Phase. Ab Juli 2021 beginnt die erste Bauphase des Projekts und somit wird auch die Frage nach der Überführung der Pioniernutzungen größer. Die Sichtbarkeit vor Ort und die Kontinuität der Pioniernutzungen sollen hierbei unbedingt gewahrt werden!  Auch jenseits von Bauzaun und Gerüsten schreiten die Entwicklungen voran – so sollen zum Beispiel die Gutachten und die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange für den B-Plan bis Ende des Jahre weitesgehend abgeschlossen werden, die Kooperationsvereinbarung 4.0 wird verabschiedet, es wird an einer Quartiers-Charta innerhalb der Koop5 gearbeitet und die Bedarfsplanung für Haus A und die kuratierten Erdgeschosse wird um die Bedarfsplanung für die Freiflächen des Aktivitätenbands an der Otto-Braun-Straße erweitert. Einen politischen Rahmen bekomme die Entwicklungen am Haus der Statistik nicht zuletzt durch die anstehenden Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus im September 2021 – hier entscheidet sich, ob das Haus der Statistik auch für den zukünftigen Berliner Senat ein Modellprojekt für gemeinwohlorientierte und kooperative Stadtentwicklung bleibt oder ob die Ausrichtung des Modellprojekts neu justiert wird – und wenn ja, wie.

Bis bald & bleibt gesund
euer WERKSTATT Team

Update: Wie geht es weiter im November?

KO-Markt Juni 2020 ©Monica-de-AlwesHS017953
Es kommen auch wieder andere Zeiten… Bild: Monica Alwes

Aufgrund der aktuellen Infektionsschutzverordnung sind am Haus der Statistik alle Veranstaltungen bis Ende des Monats abgesagt. Die Formate der Mitwirkung finden digital statt, dazu findet ihr Infos unter Mitwirkung und im Veranstaltungskalender

Die Material-Märkte im Haus der Materialisierung haben weiterhin geöffnet und die Arbeitsräume werden unter Einhaltung der Schutzmaßnahmen genutzt. Auch können die offenen Werkstätten zu den üblichen Zeiten für berufliche Vorhaben oder von Bildungs-Projekten unter vorheriger Anmeldung weiterhin genutzt werden. In allen Häusern der Statistik besteht Mund- und Nasenschutz- Pflicht und die Pflicht, Abstand zu halten.

Wenngleich wir im Hinblick auf die steigenden Infektionszahlen unsere Türen aus Rücksichtnahme und Solidarität mit unseren Mitmenschen schließen, hängt an unserer geschlossenen Pforte ein symbolisches Schild mit einer altbekannten Weisheit: Berlin braucht Räume für Bildung, Kultur, Nachbarschaft und Soziales! An dieser Stelle möchten wir betonen, dass viele der Pionier:innen mit Engagement und Mühe ihre Formate an die aktuelle Situation angepasst haben und gut auf die zweite Welle vorbereitet waren. Weiterhin vertreten wir die Position, dass Kultur, Kunst und Soziales Grundsteine unseres gesellschaftlichen Miteinanders sind und schnellstmöglich wieder Einzug in das öffentliche Leben finden müssen! 

Auf bald & Bleibt gesund!
Euer Werkstatt-Team 

 

Pressemitteilung: Fünf Jahre „Initiative Haus der Statistik“ – eine Utopie wird Realität

Berlin, 19. September 2020 – Vor fünf Jahren protestierte die Initiative Haus der Statistik, eine Gruppe engagierter Künstler*innen, Architekt*innen, Kulturschaffender und Politiker*innen, erfolgreich gegen den geplanten Abriss des Plattenbaukomplexes. 2017 erwarb das Land Berlin das Areal vom Bund und ein Jahr später gründete sich die Koop5, eine Projektgemeinschaft bestehend aus der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, dem Bezirksamt Berlin-Mitte, der WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH, der BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH sowie der ZUsammenKUNFT Berlin eG – Genossenschaft für Stadtentwicklung. Gemeinsam entwickeln sie seitdem das ehemalige Haus der Statistik zu einem neuen Quartier im Herzen Berlins. Durch die Sanierung des Bestands mit ca. 46.000 m² und dessen Ergänzung mit ca. 65.000 m² Neubau entstehen Räume für Kunst, Kultur, Soziales und Bildung, ca. 300 bezahlbare Wohnungen sowie ein neues Rathaus für Mitte und Verwaltungsnutzungen, wie zum Beispiel einem Finanzamt. Schon heute beleben Pioniernutzer*innen aus den Bereichen Kunst, Kultur, Nachbarschaft, Bildung & Soziales 6.600 m2 temporär hergerichtete Flächen im Erdgeschoss des Bestands.

Derzeit arbeitet der Bezirk Mitte an einem neuen Bebauungsplan für das 3,2 Hektar große Areal. Die Grundlage hierfür bildet der städtebauliche Entwurf der Planungsgemeinschaft Teleinternetcafé/Treibhaus Landschaftsarchitekten, der unter Mitentscheidung der Berliner Stadtgesellschaft Anfang 2019 ausgewählt worden war. Parallel zum und im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens laufen die Vorarbeiten für die künftige Bebauung. Ein Energieund Mobilitätskonzept liegt vor, ein Verkehrsgutachten ist in Arbeit. Für den Wohnungsbau laufen erste Planungsüberlegungen und im kommenden Jahr soll die Planung zur Baufeldfreimachung beginnen.

Stadtentwicklungssenator Sebastian Scheel erklärt dazu: „Gemeinwohlorientierung, Nachbarschaft und Nutzungsvielfalt ist keine alleinige Aufgabe von Politik und Verwaltung. Sie kann nur gelingen, wenn vielseitige Akteure als professionelle Partner einbezogen werden, wenn wir die Menschen aktivieren, sich einzubringen. Das Haus der Statistik ist ein gelungenes Beispiel für eine neue Form des Stadt Machens. Im Dialog, in Kooperation, in Aushandlungsprozessen und auf Augenhöhe entwickelt sich mitten im Zentrum von Berlin eine große Vision.“

Der stellvertretende Bezirksbürgermeister und Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung, Soziales und Gesundheit Ephraim Gothe: „Viel Arbeit liegt hinter uns – viel Arbeit liegt vor uns! In einem vielschichtigen Mitentscheidungsprozess haben Koop 5 und Stadtgesellschaft ein städtebauliches Projekt entwickelt, das einen Kontrapunkt am Alexanderplatz darstellt: 100 Prozent gemeinwohlorientiert – Räume für Kunst, Kultur, Soziales und Bildung, städtische Wohnungen, öffentliche Verwaltung und ein neues Rathaus für den Bezirk! Wir werden auf der Basis dieses ausgezeichneten städtebaulichen Konzepts nun an die Baurechtschaffung gehen, indem wir die Pläne Teleinternetcafe/Treibhaus Landschaftsarchitekten in einen Bebauungsplan übersetzen.“

Die WBM hat den Wohnungsbau am Haus der Statistik übernommen. Geschäftsführerin Christina Geib: „Im Modellprojekt Haus der Statistik lernen alle Partner voneinander. Was macht die Stadt aus? Wie wird sie lebendig? Welche Erfolgsfaktoren für einen urbanen Stadtraum, in dem sich Menschen gerne Aufhalten, haben wir seit dem Masterplan für den Alexanderplatz nach der Wende identifiziert? Deshalb treiben wir nicht nur den Bau der geplanten 300 Wohnungen direkt am Alexanderplatz voran. Wir verfolgen auch mit großem Interesse die aktuellen Zwischen- und Pioniernutzungen, von denen wir uns wichtige Erkenntnisse für die spätere, dauerhafte Nutzung der Erdgeschosse erwarten.“

Als landeseigener Immobiliendienstleiser zeichnet die BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH sowohl für die Sanierung der Bestandsgebäude als auch für die spätere Verwaltungsnutzung verantwortlich. Geschäftsführer Sven Lemiss blickt voraus: „Hier im Haus der Statistik schaffen wir etwas völlig Neues und Großartiges für die Stadt. Bis es soweit ist, dass hier Menschen dauerhaft leben und arbeiten können, muss aber noch viel passieren. Die BIM hat die Gebäude beräumt und ist derzeit dabei, einen Generalübernehmer für die künftige Baustelle zu beauftragen. Von dem Modellquartier, das dann entsteht, profitieren wir alle – wir freuen uns auf Synergieeffekte durch die unterschiedlichen Nutzungen.“

Die ZKB realisiert Flächen für Kunst, Kultur, Soziales und Bildung und betreut bereits heute die Pioniernutzungen vor Ort. Vorständin Andrea Hofmann: „Das Haus der Statistik ist ein Ort, an dem kontinuierlich verhandelt wird, wie wir in Zukunft gemeinsam leben wollen. Statt Konkurrenz steht Koproduktion im Vordergrund. Mittlerweile wurden 6.600 m² Pioniernutzungsfläche durch Nutzungen aus den Bereichen Kunst, Kultur, Soziales, Bildung, Klima und Ernährung erschlossen. Die Pioniernutzungen fügen sich in die Gesamtvision des Quartiers ein: gemischte Nutzungen mit hohen Nutzungssynergien, eine kooperative Entwicklung und ein gemeinwohlorientiertes Leitbild. Besonders erlebbar ist dies heute auf dem Ko-Markt – dem Tag der offenen Tür der Pioniernutzungen.“

Haus der Statistik – Haus mit Zukunft

Das Haus der Statistik entstand bis 1970 bei der Neugestaltung des Ost-Berliner Stadtzentrums. Nach der Wiedervereinigung diente der Gebäudekomplex als Außenstelle des Statistischen Bundesamtes und als Berliner Dienstsitz der Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen. Seit 2008 standen die Gebäude leer, verfielen und sollten abgerissen werden. Die zivilgesellschaftliche „Initiative Haus der Statistik“ kam mit der Berliner Politik überein, die bestehende Bebauung zu ertüchtigen und teilweise umzunutzen sowie das Gelände mit Neubauten für Wohnen und Verwaltung zu ergänzen. Das Land Berlin hat dafür das Gelände im Oktober 2017 vom Bund erworben, um hier ein lebendiges Quartier im Zentrum der Hauptstadt zu entwickeln. An diesem Prozess sind federführend fünf Kooperationspartner – die „Koop5“ – beteiligt: das Bezirksamt Mitte von Berlin, die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, die BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM), die WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH und die ZUsammenKUNFT Berlin eG Genossenschaft für Stadtentwicklung. Diese Gemeinschaft hat am 29. Januar 2018 einen Kooperationsvertrag zur Zukunft des Geländes abgeschlossen. Gemeinsam mit der Berliner Stadtgesellschaft entsteht jetzt im Herzen der Hauptstadt durch die Sanierung des Bestands und ca. 65.000 m² Neubau entsteht Raum für Kunst, Kultur, Soziales und Bildung, bezahlbares Wohnen sowie ein neues Rathaus für Mitte und Verwaltungsnutzungen.

Pressekontakt

Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH (WBM)
Christoph Lang – Pressesprecher
Dircksenstraße 38 • 10178 Berlin
Tel.: +49 (0)30 2471 4294
christoph.lang@wbm.de • www.wbm.de

Fünf Jahre „Initiative Haus der Statistik“

Foto: Victoria Tomaschko

Die Initiative Haus der Statistik feiert 5-jähriges Bestehen! Seit 2015 ist viel passiert und das Jubiläum gibt Anlass zu Rückblick und Ausblick: was wurde aus den Forderungen der Initiative? Wie setzt die Koop5, die seit Anfang 2018 in gemeinsamer Verantwortung das Quartier entwickelt, diese Forderungen konkret um?

Zum nächsten Ko-Markt findet unter dem Motto „eine Utopie wird zur Realität“ ein Podiumsgespräch der Koop5-Partner statt. Im Anschluss gibt es den Ko-Markt wie immer mit vielfältigem Programm. Wie es am Haus der Statistik weitergehen kann, werden wir auch Ende September auf dem Vernetzungsratschlag im Rahmen der Mitwirkung noch weiter diskutieren.

Ihr seht, wir haben viel noch viel vor im September – kommt vorbei und feiert das Jubiläum mit uns!

Teleinternetcafe und das Haus der Statistik in der aktuellen DBZ

Die aktuelle Ausgabe der Deutschen Bauzeitschrift „Bauen im Bestand“ unter der Heftpatenschaft von Teleinternetcafe

Das Büro Teleinternetcafe hat die Heftpatenschaft für die aktuelle Ausgabe der DBZ „Bauen im Bestand“ übernommen. Aus Perspektive des Haus der Statistik haben wir über die Zusammenarbeit mit den Planer:innen berichtet und reflektiert, welche Rolle Koproduktion für den Umgang mit Bestandsbauten spielt. Den Artikel „Stadt gemeinsam weiterbauen“ gibt es hier zu lesen.

Nominierung polis award

Wir freuen uns sehr, unter den fünf Nominierten für den diesjährigen Polis Award in der Kategorie „Soziale Quartiersentwicklung“ zu sein.

Der polis Award sucht nach Lösungen für all die Themen, die uns bei der Entwicklung unserer Städte bewegen. Er geht davon aus, dass Projektrealisierungen, die aus partnerschaftlichen Haltungen hervorgehen, den komplexen Anforderungen an die Stadt der Zukunft gerechter werden. Er ehrt Mut und Kreativität sich neuen Lösungswegen zu öffnen. 

Die Preisverleihung findet am 13. August digital statt – wir sind gespannt, ob wir die Jury mit unserem kooperativen Ansatz Stadt zu machen überzeugen können.